Zahnschmerzen

Hanna Rutkowski

Hanna Rutkowski ist freie Autorin der e-happiness-Medizinredaktion.

Sabine Schrör

Sabine Schrör ist freie Autorin der e-happiness-Medizinredaktion. Sie studierte Betriebswirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit in Köln. Als freie Redakteurin ist sie seit mehr als 15 Jahren in den verschiedensten Branchen zu Hause. Die Gesundheit gehört zu ihren Lieblingsthemen.

Für viele Menschen sind Zahnschmerzen der Horror - starke, pulsierende Schmerzen, eine dicke, gerötete Wange, Probleme beim Öffnen des Mundes. Meist ist daran ein kranker Zahn schuld - aber eben nicht immer. Beispielsweise kann auch eine Entzündung der Nasennebenhöhlen oder ein Herzinfarkt Zahnschmerzen auslösen. Mehr über die Ursachen der Beschwerden und über hilfreiche Hausmittel gegen Zahnschmerzen erfahren Sie hier.

Zahnschmerzen

Kurzübersicht

  • Ursachen: z.B. Karies, Zahnwurzelentzündung, Zahnfleischentzündung, Parodontitis, Abszess, Zahndurchbruch, Zahnfraktur, herausgefallene Füllungen, Kronen und Provisorien, Barotrauma (infolge von Druckunterschieden schmerzende Zahn-Hohlräume), Herzinfarkt, Angina pectoris, Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis), Gürtelrose (Herpes zoster), Kopfschmerzen und Migräne, Trigeminusneuralgie, Ohrenentzündung, Kieferzyste, Entzündungen durch Medikamente (Bisphosphonate) und Bestrahlungen des Kieferknochens, schmerzempfindliche Zähne.
  • Wann zum Arzt? Bei Zahnschmerzen grundsätzlich immer einen Arzt aufsuchen. Selbstbehandlung nur als Erste-Hilfe-Maßnahme.
  • Behandlungsmöglichkeiten: je nach Ursache z.B. Kariesbehandlung, Zahnwurzelbehandlung, Reinigung der Zahnfleischtaschen, Schmerzmittel, Behandlung andere zugrunde liegender Erkrankungen (Herzinfarkt, Sinusitis etc.).
  • Hausmittel gegen Zahnschmerzen: Notfall-Maßnahmen, wenn ein Zahnarztbesuch nicht möglich ist: Zerbeißen einer Gewürznelke, Einreiben der schmerzenden Stelle mit Nelkenöl, feuchtes Tuch oder Handtuch mit Eisbeutel auf die Wange legen, Tee aus Pfefferminze, Johanniskraut, Melisse, Quendel und Baldrian, Mundspülungen mit Salbeitee, hoch konzentrierte, lauwarme Salzwasserspülung.
  • Vorbeugung: gründliche Mundpflege (2 x tgl. Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, 1 x tgl. Zahnzwischenräume reinigen), Zuckerverzehr einschränken, 2 x jährlich Kontrolle beim Zahnarzt, Tipps bei überempfindlichen Zähnen: beim Zähneputzen nicht schrubben und wenig Druck ausüben, Versiegelung der Dentinkanälchen, Überkronung der Zähne als letzte Maßnahme.

Zahnschmerzen: Ursachen

In der Mehrzahl der Fälle gehen Zahnschmerzen direkt von den Zähnen aus. Manchmal stecken aber auch gesundheitliche Probleme oder Erkrankungen dahinter, die andere Körperregionen betreffen.

Zahnschmerzen durch Zahnprobleme

Vor allem folgende Auslöser in Frage (meist als Folge einer mangelhaften Mundhygiene):

  • Karies (Zahnfäule): Die Zahnoberfläche ist mit einem dünnen Biofilm (Plaque) überzogen, der von Bakterien (v.a. Streptokokkus mutans) besiedelt ist. Diese zersetzen Zuckermoleküle aus Speiseresten zu Säure, die den Zahnschmelz angreift. Wird die Plaque nicht regelmäßig entfernt, wird der Zahnschmelz langsam zerstört - ein Loch entsteht. Darüber können Speisereste und Bakterien in den Zahn eindrigen, unter Umständen bis ins Zahnmark eindringen und dieses schmerzhaft reizen. Besonders auf Süßes, Saures, Kälte und Wärme reagiert der betroffene Zahn empfindlich.
  • Zahnwurzelentzündung: Wird Karies nicht oder zu spät behandelt, können die Säure produzierenden Bakterien eine Zahnmarkentzündung (Pulpitis) auslösen und auch bis in den Zahnnerv vordringen und diesen schädigen. Zudem drückt das geschwollene Zahnmark auf den Nerv. Anhaltende, pulsierende Zahnschmerzen sind die Folge. Im Extremfall stirbt der Nerv ab. Die Zahnschmerzen lassen dann zwar nach, aber die Entzündung kann auf die Wurzelspitze und den Kieferknochen (apikale Ostitis) übergreifen. Dann schmerzt der betroffene Zahn bei Druck von oben, zum Beispiel beim Kauen. Selten entstehen Zahnschmerzen durch bakterielle Zahnwurzelentzündungen, wenn der Kieferknochen verletzt wurde oder eine Wurzelkanalbehandlung fehlgeschlagen ist.
  • Abszess: Eine Zahnwurzelentzündung kann auf das umliegende Gewebe und den Kieferknochen übergehen und dort Eiteransammlungen (Abszesse) bilden. Typische Anzeichen dafür sind ausgeprägte, erwärmte Schwellungen sowie anhaltende Zahnschmerzen.
  • Zahnfleischentzündung (Gingivitis): Diese akute oder chronische Entzündung wird meist durch Bakterien hervorgerufen. Das betroffene Zahnfleisch ist geschwollen und gerötet. Zudem blutet und schmerzt das Zahnfleisch häufig beim Zähneputzen.
  • Entzündung des Zahnhalteapparats (Parodontitis): Zum Zahnhalteapparat zählen Zahnfleisch, Wurzelzement, Wurzelhaut und Kieferknochen. Bei einer Entzündung dieser Strukturen kann Zahnfleischbluten auftreten und das Zahnfleisch geschwollen und gerötet sein. Es zieht sich allmählich zurück, sodass die schmerzempfindlichen Zahnhälse freigelegt werden. Auch die Entzündung selbst macht sich durch dumpfe, schwer lokalisierbare Schmerzen bemerkbar. Parodontitis mittelfristig den Kieferknochen zerstören.
  • Zahndurchbruch: Wenn bei Babys die Milchzähne oder bei Erwachsenen die Weisheitszähne durchbrechen, kann dies ebenfalls mit Schmerzen verbunden sein.
  • Zahnfraktur: Auch Zähne können brechen, etwa durch einen Unfall oder wenn man auf etwas Hartes beißt. Das kann - wie bei einem Arm- oder Beinbruch - sehr
    schmerzhaft sein.
  • Herausgefallene Füllungen, Kronen und Provisorien: Zahnrestaurationen können herausfallen, zum Beispiel beim Essen. Dann liegt der abgeschliffene Zahn darunter frei und reagiert schmerzhaft auf äußere Reize wie Speisepartikel, Flüssigkeit, Druck (beim Zähneputzen) und Luft.
  • Barotrauma: Hohlräume, etwa infolge von Karies oder unter undichten Füllungen und Kronen, reagieren oft schmerzhaft auf Druckunterschiede. Häufig sind Taucher davon betroffen, in großen Höhen oder beim Fliegen tritt das Phänomen seltener auf.
  • Zahnärztliche Behandlung: Das Abschleifen der Zähne zur Vorbereitung von Füllungen oder Kronen reizt den Zahnnerv und kann nach der Behandlung vorübergehend Schmerzen auslösen.
Häufige Ursachen für Zahnschmerzen
Zahnschmerzen Ursachen
Zahnschmerzen entstehen meist durch Entzündungen des Zahnmarks (Pulpa) oder des Zahnbetts. Bei fortschreitender Karies greift die Entzündung der Pulpa auf das Zahnbett bzw. die Zahnwurzel über.

Eine weitere mögliche Ursache von Zahnschmerzen sind schmerzempfindliche Zähne: Ein kalter Luftzug, ein Eis zum Nachtisch oder das Dressing im Salat löst bei Menschen mit schmerzempfindlichen Zähnen häufig einen kurzen, heftigen Zahnschmerz aus (sogenannter Blitzschmerz). Dahinter stecken meist freiliegende Zahnhälse mit ungeschützten Dentinkanälchen (etwa infolge von Parodontitis). Saures, Süßes, Kaltes und Heißes kann dann über die Dentinkanälchen bis in den Zahnnerv vordringen und diesen reizen.

Doch es gibt noch andere Gründe für überempfindliche Zähne:

  • abgenutzte Kauflächen, zum Beispiel aufgrund von dauerhafter Fehlbelastung durch nächtliches Zähneknirschen oder infolge des natürlichen Alterungsprozesses
  • häufige Säureeinwirkung (durch wiederholtes Erbrechen etwa bei Bulimie, Refluxkrankheit oder durch häufigen Verzehr von Früchten, Gemüse, Salaten)
  • zu viel Druck beim Zähneputzen (Schrubben)
  • zahnärztliche Behandlungen wie Bleaching, Abschleifen der Zähne zur Vorbereitung von Füllungen oder Kronen
  • angeborene Zahnbildungsstörungen

Andere Ursachen für Zahnschmerzen

Auch Erkrankungen in anderen Körperregionen können die Ursache von Zahnschmerzen sein:

  • Herzinfarkt und Angina pectoris: Typisch für beides sind starke Schmerzen hinterm Brustbein, die bis in die linke Schulter, den linken Arm und den Unterkiefer ausstrahlen können. Beim sogenannten Buddenbrook-Syndrom kann ein erkrankter Zahn im linken Unterkiefer dazu führen, dass der eigentliche Auslöser der Zahnschmerzen – ein Herzinfarkt oder ein Angina pectoris-Anfall – übersehen wird.
  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis): Die oberen Backenzähne und die Nasennebenhöhlen liegen nah beieinander. Sind letztere entzündet, kann sich die Entzündung deshalb bis in die Zahnwurzel ausbreiten und Schmerzen verursachen.
  • Gürtelrose (Herpes zoster): Der mit dieser Viruserkrankung verbundene Ausschlag kann auch im Gesicht und im Mundraum auftreten, wo er an Haut, Schleimhaut und Zähnen starke Schmerzen hervorrufen kann.
  • Kopfschmerzen und Migräne: Manchmal werden Kopfschmerzen von Zahnschmerzen begleitet. Auch die meist einseitig auftretende Migräne kann dazu führen, da, die meist nur eine Kopfseite betrifft, kann bewirken, dass Zähne auf dieser Seite schmerzen. Zudem leiden Migränepatienten oft unter Phantomzahnschmerzen. Das sind Schmerzen, die auftreten, obwohl ein kranker Zahn bereits gezogen wurde.
  • Trigeminusneuralgie: Der Trigeminus ist ein Gesichtsnerv, der auch die Zähne versorgt. Ist er entzündet, führt dies ebenfalls zu starken Zahnschmerzen.
  • Ohrenschmerzen: Erkrankungen der Ohren wie eine Mittelohrentzündung strahlen oft bis in den Kiefer und die Zähne aus.
  • Zysten: Zysten im Bereich des Kiefers können ebenfalls Zahnschmerzen auslösen.
  • Medikamente und Bestrahlung: Entzündungen durch bestimmte Medikamente (Bisphosphonate) und Bestrahlungen des Kieferknochens sind weitere mögliche Ursachen von Zahnschmerzen.

Wie entstehen Zahnschmerzen eigentlich?

Zähne sind keineswegs leblos. Im Gegenteil, jeder einzelne Zahn enthält neben Blutgefäßen auch Nervenfasern. Diese dringen durch Öffnungen im Kieferknochen von unten in die Zahnwurzel ein und liegen mitten im Zahnmark (Pulpa). Die Nervenfasern reagieren schon auf kleinste Reize sehr empfindlich. Ein Schutzmantel aus Dentin (Zahnbein) und Zahnschmelz umgibt das Zahnmark und schützt so vor Reizen durch Wärme oder Speisereste. Bei Zahnerkrankungen wie Karies oder Parodontitis wird diese natürliche Barriere jedoch zerstört, so dass Reizstoffe ungehindert in das Innere des Zahns gelangen können - Zahnschmerzen entstehen.

Zahnschmerzen: Was hilft?

Wie man Zahnschmerzen wirksam lindern kann, hängt wesentlich von der Ursache der Beschwerden ab.

Behandlung von Zahnproblemen

Die zahnärztliche

  • Bei Karies beispielsweise bohrt der Zahnarzt die befallenen Stellen weg und verschließt das Loch mit einer dichten Füllung.
  • Liegt die Ursache der Zahnschmerzen in der Zahnwurzel oder im Kieferkochen, kann eine Zahnwurzelbehandlung helfen. Dabei lindert meist schon das Öffnen des Zahns die Schmerzen, da dadurch der Druck im Gewebe nachlässt. Dasselbe gilt auch für eitrige Abszesse im Gewebe.
  • Bei Zahnfleischentzündungen werden die Zahnfleischtaschen gereinigt. Manchmal ist es auch notwendig, eine Probe zu nehmen, um die Bakterienart zu bestimmen und mit darauf abgestimmten Antibiotika zu behandeln.

Bei aktuen Zahnschmerzen können Sie ein Schmerzmittel als Erste-Hilfe-Maßnahme einnehmen. Verzichten Sie aber auf den Wirkstoff Acetylsalicylsäure, da dieser die Blutgerinnung hemmt. Die nachfolgende Zahnbehandlung kann dann zu vermehrten Blutungen führen. Besser geeignet sind Schmerzmittel mit dem Wirkstoff Paracetamol.

Warum eine Zahnbehandlung wichtig ist

Unbehandelte Zahnprobleme verursachen immer wieder Schmerzen und können sogar andere Körperbereiche in Mitleidenschaft ziehen. Denn die eingedrungenen Bakterien gelangen über die Zähne in die Blutbahn und können zur seltenen Herzklappenentzündung führen. Bei chronischen Entzündungsherden steigt zudem langfristig das Risiko für Gefäßerkrankungen. Bei Schwangeren erhöht sich das Risiko einer Fehlgeburt durch bestimmte Zahnfleischentzündungen auslösende Bakterien.

Lassen Sie Zahnschmerzen daher immer vom Zahnarzt abklären. Besonders dringend ist ein Zahnarztbesuch bei:

  • anhaltenden Zahnschmerzen, trotz guter und gründlicher Mundpflege
  • Zahnschmerzen, die plötzlich nachts auftreten oder immer schlimmer werden
  • Zahnbeschwerden mit geschwollenem Zahnfleisch, Schwellungen im Mundraum oder im Gesicht, möglicherweise begleitet von Fieber
  • häufig blutendem, gerötetem Zahnfleisch
  • Zahnschmerzen beim Kauen

Behandlung anderer Schmerzursachen

Liegt die Ursache der Zahnschmerzen nicht im Mund, ist es ratsam, andere Fachärzte (HNO-Arzt, Internist etc.) aufzusuchen. Der Zahnarzt wird einem Patienten gegebenenfalls eine entsprechende Rat geben - je nachdem, wo er die Ursache der Zahnschmerzen vermutet.

Auch Begleitsymptome können einen Hinweis geben, welcher Facharzt zur Klärung der Beschwerden zuständig ist (z.B. ein HNO-Arzt bei begleitenden Ohrenschmerzen). Dieser Arzt kann dann die genaue Ursache der Schmerzen herausfinden und eine geeignete Behandlung einleiten (z.B. Schmerzmittel und evtl. Antibiotika bei Mittelohrentzündung).

Bei ungewöhnlich starken Zahnschmerzen, die eher den gesamten Unterkiefer als einen einzelnen Zahn betreffen und mit einer ungewöhnlichen Enge im Brustkorb, Atemnot oder Schmerzen bis in die Schulter, einhergehen, benachrichtigen Sie bitte sofort den Notarzt! Dann kann nämlich ein Herzinfarkt die Ursache der Zahnschmerzen sein.

Hausmittel gegen Zahnschmerzen

Sie leiden am Wochenende oder an Feiertagen an Zahnschmerzen - also dann, wenn Ihr Zahnarzt nicht im Dienst ist? Dann können bewährte Hausmittel als Erste-Hilfe-Maßnahme Abhilfe schaffen:

  • Seit Jahrhunderten verwendet man die Gewürznelke als Hausmittel gegen Zahnschmerzen. Sie sollte nahe des schmerzenden Zahns zerbissen werden. Der darin enthaltene Wirkstoff Eugenol wirkt betäubend und wird auch in der Zahnmedizin in einigen Präparaten genutzt. Auch Nelkenöl aus der Apotheke kann helfen. Doch Vorsicht: Das Eugenol kann den Zahnnerv abtöten.
  • Ein feuchtes Tuch oder ein in ein Handtuch eingeschlagener Eisbeutel auf der Wange dämpfen Zahnschmerzen, indem sie den Blutfluss in das entzündete Gebiet drosseln.
  • Ein Tee aus zwei Teilen Pfefferminze, je vier Teilen Johanniskraut und Melisse, sowie etwas Quendel und Baldrian lindert Zahnschmerzen.
  • Mundspülungen mit Salbeitee wirken entzündungshemmend.
  • Auch eine hoch konzentrierte, lauwarme Salzwasserspülung kann helfen. Behalten Sie die Lösung für zwei Minuten im Mund, bis der Schmerz nachlässt.

Zahnschmerzen vorbeugen

Den wirksamsten Schutz vor Zahnschmerzen haben Sie selbst in der Hand: eine gründliche Mundpflege. Denn regelmäßiges Zähneputzen mit der richtigen Technik beugt Karies, Parodontitis und Co. vor und hilft so, Zahnschmerzen zu verhindern.

Zahnmediziner empfehlen, die Zähne mindestens zweimal täglich zu reinigen. Denn nur so lassen sich Beläge und Essensreste von der Zahnoberfläche entfernen, die Bakterien eine ideale Brutstätte bieten. Ob Sie eine elektrische oder eine Handzahnbürste benutzen, ist dabei egal. Wichtiger ist, dass Sie mit System putzen, damit alle Bereiche gereinigt werden. Eine bewährte Zahnputztechnik ist zum Beispiel die Bass-Methode:

  • Beginnen Sie oben links an der Außenfläche der Backenzähne. Legen Sie dazu die Borstenfläche Ihrer Zahnbürste von unten schräg an den Zahn und das Zahnfleisch an.
  • Führen Sie nun die Zahnbürste rüttelnd und mit geringem Druck in leicht ausstreichenden Bewegungen an der Außenfläche jedes Backenzahns entlang. Die Borsten dringen dabei auch in die Zahnzwischenräume ein. Sie entfernen so nicht nur die Beläge, sondern massieren auch das Zahnfleisch. Das regt die Durchblutung an und schützt vor Parodontitis.
  • Arbeiten Sie sich anschließend zur gegenüberliegenden Seite vor und an der Innenseite wieder zurück.
  • Anschließend noch über die Kauflächen der oberen Zahnreihe bürsten.
  • Das ganze Prozedere wiederholen Sie dann bei den Zähnen im Unterkiefer.

Zusätzlich zum Putzen sollten Sie einmal am Tag Zahnseide oder Interdentalbürstchen verwenden, um die Zahnzwischenräume gründlich von Belägen zu reinigen. Schließlich entsteht die häufigste Kariesform in diesem für die Zahnbürste schwer zugänglichen Bereich.

Weitere Tipps für gesunde Zähne:

  • Um Ihre Zähne gesund zu halten, sollten Sie soweit wie möglich auf Zucker verzichten. Denn von der darin enthaltene Glukose ernähren sich die kariesbildenden Bakterien.
  • Naschen Sie zwischen den Mahlzeiten möglichst selten Süßes, um den Mundbakterien nicht permanent neue Nahrung zu liefern.
  • Nutzen Sie zweimal im Jahr die zahnärztliche Kontrolluntersuchung. So kann Ihr Zahnarzt beginnende Karies frühzeitig erkennen und stoppen, bevor Zahnschmerzen entstehen.
  • Benutzen Sie fluoridhaltige Zahncreme und Zahnpflegekaugummis mit Xylit. Beide Wirkstoffe hemmen das Wachstum der Karies-Bakterien und stärken den Zahnschmelz.

Tipps bei überempfindlichen Zähnen

Liegen die empfindlichen Zahnhälse und mit ihnen die sogenannten Dentinkanälchen frei, kann jeder Bissen an den Zähnen schmerzen. Besonders kalte, heiße, süße und saure Speisen und Getränke lösen oft einen kurzen, aber äußerst heftigen Schmerz aus. Mit diesen Tipps können Sie Ihre überempfindlichen Zähne schützen:

  • Achten Sie beim Zähneputzen darauf, nicht zu schrubben und drücken Sie die Zahnbürste nicht zu fest auf. So können Sie verhindern, dass sich Ihr Zahnfleisch noch weiter zurückbildet.
  • Versiegeln Sie die Dentinkanälchen. Zahnpasten und Mundspüllösungen mit Strontiumchlorid oder Kaliumsalzen dichten die Kanälchen ab. Das macht die Zähne weniger empfindlich gegenüber äußeren Reize. Auch der Zahnarzt kann die freiliegenden Flächen versiegeln: Mit Fluoridlack oder einer feinen Schicht dünn fließenden Kunststoffes wird der Zahnhals geschützt.
  • In besonders schweren Fällen oder bei angeborenen Störungen, bei denen der Zahnschmelz fehlt, kann eine Überkronung der Zähne die letzte Maßnahme gegen Zahnschmerzen sein.

Weiterführende Informationen

Leitlinien:

  • Leitlinie "" der Deutschen Gesellschaft für Zahnerhaltung und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (2016)
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