Synkope (Ohnmacht)

Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Eine Synkope ist eine kurze Ohnmacht. Der Betroffene verliert für ein paar Sekunden das Bewusstsein. Meist ist die Ursache eine Mangeldurchblutung des Gehirns. Der Grund dafür ist oft harmlos. Da aber auch eine ernsthafte Grunderkrankung dahinterstecken kann, sollten Sie eine Synkope in jedem Fall von einem Arzt abklären lassen. Erfahren Sie hier, was eine Synkope auslösen kann, wie Sie bei einer Ohnmacht Erste Hilfe leisten und sich selbst vor einem Kollaps schützen können.

Synkope; Ohnmacht; Kollaps

Kurzübersicht

  • Was ist eine Synkope? Kurze Ohnmacht (Dauer: wenige Sekunden). Auch Kreislaufkollaps genannt.
  • Erste Hilfe: Hochlagern der Beine, Zufuhr frischer Luft, ggf. stabile Seitenlage, bei Atemstillstand: Wiederbelebung.
  • Ursachen: kurzzeitiger Sauerstoffmangel im Gehirn, z. B. durch Nervenüberreaktion, schnelles Aufstehen aus dem Liegen, hohen Druck im Bauchraum (Niesen, Pressen auf der Toilette etc.), Krampfadern, Diabetes, Herzrhythmusstörungen, Medikamente
  • Wann zum Arzt? Eine Synkope ist meist harmlos, sollte aber immer von einem Arzt abgeklärt werden. Es kann eine Erkrankung dahinter stecken, die unbedingt behandelt werden sollte.
  • Vorbeugen: Vermeiden Sie langes Stehen, stickige Räume, Stress, starkes Pressen (Toilette), schweres Heben und heftiges Schnäuzen. Vorbeugend helfen auch Kompressionsstrümpfe, regelmäßiger Ausdauersport, genügend Trinken. Bei ersten Anzeichen einer Synkope hinlegen und Beine hochlagern!

Was ist eine Synkope?

Bei einer Synkope handelt es sich um eine plötzliche, kurze Ohnmacht. In den meisten Fällen sind Synkopen harmlos.

Ursache ist eine plötzliche Minderdurchblutung im Gehirn – ein Kreislaufkollaps. Das Gehirn regiert sehr empfindlich, wenn es zu wenig Blut und damit zu wenig Sauerstoff erhält: Der Betroffene verliert dann schnell das Bewusstsein. Liegt er erst einmal waagerecht, strömt wieder mehr Blut ins Denkorgan: Darum erholt man sich nach einer Synkope meist rasch wieder.

Synkopen treten häufig auf. Laut Statistik hat jeder Zweite schon einmal eine kurze Ohnmacht erlebt.

Weitere Formen von akuter Bewusstlosigkeit

Neben Synkopen gibt es auch andere Formen plötzlicher Bewusstlosigkeit:

Psychisch bedingte Pseudosynkopen

Wird jemand aufgrund einer psychischen Überforderung ohnmächtig, sprechen Mediziner von einer Pseudosynkope.

Manche Menschen verdrängen extreme seelische Erlebnisse, die dann auf körperlicher Ebene wieder aufbrechen (man spricht hierbei von einer Konversionsstörung). Betroffenen können dann in einen Zustand der Bewusstlosigkeit fallen, der – im Gegensatz zu einer echten Synkope – meist einige Minuten andauert. Gelegentlich wird er von krampfartigen Bewegungen begleitet.

Bei einer Synkope fallen Betroffene meist bei geöffneten Augen um. Eine Pseudosynkope dagegen findet im Allgemeinen bei geschlossenen Augen statt.

Schlaganfall und andere gefäßbedingte Durchblutungsstörungen

Auch bei einem klassischen Schlaganfall erhält das Gehirn zu wenig Sauerstoff. Grund ist ein verstopftes oder geplatztes Gefäß im Gehirn. Die Betroffenen brechen zusammen. Ein solcher Kollaps dauert länger als eine Synkope und hinterlässt häufig bleibende Schäden im Gehirn.

Blutzuckerentgleisung bei Diabetes

Menschen mit Diabetes können bei einer schweren Unterzuckerung (Hypoglykämie) das Bewusstsein verlieren (hypoglykämische Krise). Bei sehr stark erhöhten Zuckerwerten droht ein diabetisches Koma. In beiden Fällen brauchen Betroffene schnell ärztliche Hilfe!

Absencen bei Epilepsie

Auch manche Formen der Epilepsie äußern sich in relativ kurzen Ohnmachtsanfällen. Die Betroffenen sind dann während alltäglicher Handlungen für einige Sekunden nicht mehr ansprechbar und reaktionslos. Der Blick ist oft starr, die Augäpfel sind vielfach verdreht.

Im Gegensatz zu einer Synkope haben diese sogenannten Absencen nichts mit einem Kreislaufzusammenbruch zu tun, sondern ihren Ursprung in den Nervenzellen (Neuronen) des Gehirns.

Synkope: Erste Hilfe

Wer dabei ist, in Ohnmacht zu fallen, hat meist keine Zeit mehr, sich selbst zu helfen. Umso wichtiger ist es, dass umstehende Personen richtig reagieren. Wenn Sie also sehen, dass jemand ohnmächtig wird, sollten Sie Folgendes tun:

  • Legen Sie den Ohnmächtigen auf den Rücken und lagern Sie seine Beine hoch. In vielen Fällen kommt er dann rasch von selbst wieder zu sich, da die Blutzufuhr zum Gehirn im Liegen besser ist.
  • Haben Sie den Verdacht, dass ein Herzinfarkt Ursache der Ohnmacht sein könnte, richten Sie den Oberkörper des Betroffenen im Liegen eher etwas auf.
  • Nach dem Erwachen sollten Sie den meist verwirrten und verunsicherten Patienten beruhigen.
  • Kommt der Betroffene nicht gleich wieder zu sich, rufen Sie den Notarzt.
  • Überprüfen Sie, ob der Patient noch atmet.
  • Ist das der Fall, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage.
  • Können Sie keine Atmung feststellen, müssen Sie sofort mit der Wiederbelebung (Reanimation) beginnen.

Das Gefährliche an einer Bewusstlosigkeit ist, dass die natürlichen Schutzreflexe des Körpers nicht mehr funktionieren. Dazu gehört auch der Schluck- oder Hustenreflex. Erbrochenes oder Blut im Mundraum kann daher leicht in die Atemwege gelangen. Außerdem erschlafft die Muskulatur – in Rückenlage kann dann die Zunge nach hinten sinken und die Atemwege verschließen. Beides lässt sich mit der stabilen Seitenlage verhindern.

Synkope: So können Sie vorbeugen

Sie können selber viel tun, um einer Synkope vorzubeugen. Besonders wenn Sie häufiger in Ohnmacht fallen, sollte Sie folgende Tipps beherzigen:

  • Versuchen Sie, auslösende Faktoren zu vermeiden. Dazu gehören beispielsweise langes Stehen, längere Aufenthalte in warmen und stickigen Räumen, Stress, aber auch Alkohol.
  • Sie sollten nicht zu heftig schnäuzen und beim Stuhlgang nicht zu stark pressen. Vermeiden Sie es auch, schwere Lasten ruckartig anzuheben.
  • Mit regelmäßigem Ausdauersport sowie einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme helfen Sie, Ihren Kreislauf zu stabilisieren. Das kann unter Umständen eine Synkope verhindern.
  • Auch mit Wechselbädern nach Kneipp können Sie den Kreislauf ankurbeln.
  • Kompressionsstrümpfe unterstützen den Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herzen. Gerade bei Tätigkeiten und Berufen, die längeres Stehen erfordern, können sie so wirksam einer Synkope vorbeugen.

Vorboten erkennen und gegensteuern

Wer bereits mehrmals eine Synkope erlebt hat, kann die nächste oft schon anhand bestimmter Vorboten vorausahnen. Zu diesen Warnzeichen zählen akuter Schwindel, Übelkeit, plötzliches Schwitzen, „weiche Knie“ und das berühmte Schwarzwerden vor Augen. Mit ein paar Tricks können Sie die Bewusstlosigkeit dann eventuell noch abwenden:

  • Schon ein tiefer Atemzug frischer, kühler Luft kann den Kreislauf wieder in Schwung bringen.
  • Legen Sie sich rasch auf den Rücken und lagern Sie Ihre Beine hoch. Das verhindert oftmals das Versacken des Blutes in den Beinen und damit die Synkope oder zumindest einen Sturz, falls Sie doch ohnmächtig werden.
  • Machen Sie sogenannte isometrische Muskelübungen. Dabei werden die Gefäße in den Muskeln kontrahiert, sodass das Blut darin in Richtung Herz gedrückt wird. Das funktioniert etwa, indem Sie die Beine überkreuzen, fest aneinanderpressen und gleichzeitig Bein-, Bauch- und Gesäßmuskulatur anspannen. Eine andere Übung: Die Hände ineinander haken und versuchen, kräftig auseinanderzuziehen.
  • Manchmal hilft auch schon ein Schluck kalten Wassers, um eine drohende Synkope zu verhindern.

Synkope: Ursachen und mögliche Erkrankungen

Mediziner teilen Synkopen abhängig von ihren Ursachen in verschiedene Kategorien ein:

Nervensystem: Vasovagale Synkope

Die vasovagale Synkope (Reflexsynkope) beruht auf einer Fehlregulation des sogenannten autonomen (vegetativen) Nervensystems. Dieses willentlich nicht beeinflussbare Nervensystem gliedert sich zwei Teile: Sympathikus und Parasympathikus.

Eine vasovagale Synkope entsteht, wenn das autonome Nervensystem reflexartig zu heftig auf einen Reiz (wie Schreck, Kälte, Schmerz) antwortet: Die Gefäße werden plötzlich weit gestellt (durch Hemmung des Sympathikus), wodurch das Blut in den Beinen „versackt“, und/oder der Herzschlag verlangsamt sich oder setzt kurz aus (vermittelt durch den Vagusnerv, der zum Parasympathikus zählt). Das Resultat in allen Fällen: Das Gehirn bekommt kurzzeitig zu wenig Blut (und damit Sauerstoff), sodass der Betroffene ohnmächtig wird.

Mögliche Auslöser einer vasovagalen Synkope sind:

Überreaktion des Vagusnervs

Schmerz, Schreck, Angst, extreme Kälte oder Hitze, psychischer Stress, langes Stehen und sogar Lärm können eine Überreaktion des Vagusnervs (Nervus vagus) provozieren. Dieser reguliert unter anderem den Herzschlag.

Auch wenn im Bauchraum oder Brustkorb starker Druck aufgebaut wird (z.B. beim Stuhlgang oder heftigen Schnäuzen), kann eine Ohnmacht auftreten. In solchen Fällen ist die Synkope ungefährlich und tritt meist nur vereinzelt auf. Bei manchen Menschen scheint das autonome Nervensystem allerdings besonders empfindlich zu sein. Dann kann es öfters zu einem kleinen Kreislaufkollaps kommen.

Störung des autonomen Nervensystems

Hinter einer vagalen Synkope kann auch eine grundlegende Störung des autonomen Nervensystems stecken. Mediziner sprechen dann von einer autonomen Neuropathie. Eine solche kann sich über verschiedene Symptome äußern, darunter auch über Synkopen.

Karotissinussyndrom

Bei Menschen, die am sogenannten Karotissinussyndrom leiden, regiert die Halsschlagader (Arteria carotis) überempfindlich auf Druck.

Die Halsschlagader ist mit Rezeptoren ausgerüstet, die dem Gehirn melden, wenn der Blutdruck zu hoch ist. Das Hirn sorgt dann über das autonome Nervensystem dafür, dass sich die Gefäße weiten und der Herzschlag verlangsamt - der Blutdruck sinkt.

Bei Menschen mit Karotissinussyndrom reagieren diese Rezeptoren übersensibel. Manchmal reicht dann schon eine Berührung am Hals (z.B. beim Rasieren) oder starkes Drehen des Kopfes, dass sich die Gefäße plötzlich weiten und der Blutdruck abfällt. Unter Umständen tritt dann eine Synkope auf, weil das Gehirn zu wenig durchblutet wird.

Bei jüngeren Menschen kommt diese Art der Synkope eher selten vor. Bei älteren Menschen ist sie hingegen nicht ungewöhnlich.

Kreislauf: Orthostatische Synkope

Eine orthostatische Synkope kann auftreten, wenn jemand schnell aus einer liegenden Position aufsteht. Dabei sackt das Blut, das sich im Liegen gleichmäßig auf den Körper verteilt hat, der Schwerkraft folgend in die untere Körperhälfte. Das Gehirn bekommt dann kurzzeitig zu wenig Blut, was die Synkope auslöst.

Normalerweise bereitet schnelles Aufstehen aus dem Liegen keine Probleme. Eine orthostatische Synkope tritt nur dann auf, wenn die Funktion des sogenannten Sympathikus gestört ist. Im vegetativen Nervensystem fungiert dieses wichtige Nervengeflecht als Gegenspieler des Parasympathikus. Während der Nervus vagus (als Teil des Parasympathikus) die Gefäße weitet, können die Nerven des Sympathikus die Gefäße verengen und so den Blutfluss drosseln.

Beim schnellen Aufstehen aus dem Liegen verhindert der Sympathikus so normalerweise ein Absacken des Blutes in die Beine - er löst reflexartig eine Verengung der Gefäße aus. Bei einer orthostatischen Synkope funktioniert dieser Mechanismus aber nicht zuverlässig.

Einige Faktoren können eine orthostatische Synkope begünstigen:

  • Zu wenig Flüssigkeit: Wenn etwa das zirkulierende Blutvolumen durch größeren Flüssigkeitsmangel reduziert ist, macht sich das Absacken in die untere Körperhälfte beim Aufstehen deutlicher bemerkbar. Das Risiko einer Synkope ist dann höher.
  • Krampfadern: Krampfadern (Varizen) sind krankhaft erweiterte Venen an der Hautoberfläche. An den Beinen wirken sie mitunter wie ein zusätzliches Flüssigkeitsreservoir. Bei Betroffenen versackt folglich ein größeres Blutvolumen in den Beinen, wenn sie aus dem Liegen aufstehen. Das kann eine orthostatische Synkope provozieren.
  • Nervenschäden bei Diabetes: Die hohen Blutzuckerwerte bei Diabetes können mit der Zeit die Nerven schädigen. Eine solche diabetische Polyneuropathie kann auch das autonome Nervensystem betreffen. Bei manchen Patienten erfolgt dann das reflexbedingte Zusammenziehen der Gefäße beim Aufstehen aus dem Liegen zu langsam – sie werden ohnmächtig.

Herz: Kardiale Synkope

Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) können die Blut- und damit Sauerstoffversorgung des Gehirns so beeinträchtigen, dass eine Synkope auftritt. Schlägt das Herz beispielsweise zu langsam (Bradykardie) oder zu schnell (Tachykardie), pumpt es nicht mehr genügend Blut in den Kreislauf. Das Gehirn bekommt in der Folge kurzzeitig nicht genügend Sauerstoff. Mögliche Folge ist ein Kreislaufkollaps.

Auch andere Erkrankungen können eine Synkope begünstigen, indem sie bewirken, dass das Herz bei jeder Kontraktion zu wenig Blutvolumen in den Kreislauf pumpt. Das kann etwa bei einer Verengung der Aortenklappe (Aortenklappenstenose) der Fall sein. Das Gleiche gilt bei einer krankhaften Verdickung des Herzmuskels (hypertrophen Kardiomyopathie). Ebenso kann eine Ohnmacht bei einem Herzinfarkt auftreten.

Gehirn: Zerebrovaskuläre Synkope

Diese vierte große Gruppe von Synkopen beschreibt sogenannte Anzapfphänomene, auch Steal-Syndrome genannt.

Ein Beispiel ist das Subclavian-steal-Syndrom. Es tritt auf, wenn die Schlüsselbeinarterie (Arteria subclavia) verengt ist. Dann erhält die Armmuskulatur, die von dieser Arterie versorgt wird, nicht genug Blut. Zum Ausgleich zapft die Schlüsselbeinarterie die Wirbelarterie (Arteria vertebralis) an, die Blut ins Gehirn leitet. Im Prinzip „stiehlt“ die Schlüsselbeinarterie (englisch „to steal“ = stehlen) Blut aus der Arteria vertebralis und damit vom Gehirn. Letzteres erhält dann weniger Blut. Betroffene können gehäuft in Ohnmacht fallen.

Medikamente

Auch bestimmte Medikamente können eine Synkope auslösen. Dazu gehören solche gegen Bluthochdruck, Depressionen oder Herzrhythmusstörungen. Wenn Sie solche Präparate einnehmen und häufiger in Ohnmacht fallen, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt sprechen. Vielleicht kann er Ihnen ein anderes Präparat verschreiben, das Ihren Kreislauf weniger beeinträchtigt.

Synkope: Behandlung

Die Synkope gehört zu den häufigsten Gründen, warum Menschen in die Notaufnahme kommen. Kein Wunder – plötzlich das Bewusstsein zu verlieren, kann ziemlich beunruhigend sein.

Eine Untersuchung im Krankenhaus ist sinnvoll und ratsam. Dort lässt sich abklären, ob die Synkope eine ernste Ursache hat, die behandelt werden muss.

Synkope: Das macht der Arzt

Welche Behandlung der Arzt vornimmt, hängt von der Ursache der Synkope ab. Die Gründe für den kurzen Bewusstseinsverlust sollten noch vom Notarzt beziehungsweise in der Notaufnahme abgeklärt werden.

Meist hilft dem Arzt bereits ein Patientengespräch (Anamnese), um mögliche Ursachen auszumachen.

Bei Verdacht auf Herzrhythmusstörungen wird die Herzaktivität des Patienten einige Zeit über Monitor kontrolliert und überwacht. Bestätigt sich der Verdacht, wird der Arzt bei Bedarf eine geeignete Behandlung vorschlagen (z.B. mit Medikamenten).

Bei Kreislauffunktionsstörungen (orthostatische Synkope) ist bei ansonsten gesunden Menschen meist keine spezifische Therapie nötig. Tritt eine Synkope häufiger auf, kann der Arzt Medikamente dagegen verschreiben.

Synkope: Wann ist sie gefährlich?

Selbst wenn eine Synkope für gewöhnlich harmlos ist und/oder zumindest keinen Notfall darstellt – beim Umkippen kann der Betroffene gefährlich stürzen oder einen Unfall verursachen (etwa bei einer Ohnmacht beim Rad- oder Autofahren). Dies passiert jedoch zum Glück selten.

Die wohl gefährlichste Variante stellt die kardiale Synkope dar. Die zugrunde liegenden Herzprobleme können nämlich potenziell lebensbedrohlich sein. Das gilt besonders, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt und behandelt werden.

Tritt eine Synkope zusammen mit Schmerzen oder Druckgefühl in der Brust auf, sollten Sie den Notarzt rufen. Möglicherweise handelt es sich um einen Herzinfarkt.

Auch bei einer Synkope in Verbindung mit blasser, kaltschweißiger Haut sowie bläulichen Lippen gehören Betroffene in die Notaufnahme. Die Symptome können einen Schock und ernsten Sauerstoffmangel anzeigen.

Über diesen Text

Aktualisiert am:

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Quellen

  • Diener, H.-C. & Weimar, C. (Hrsg.): „Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie“, Georg Thieme Verlag, 2012
  • Deutsches Rotes Kreuz (DRK): www.drk.de (Abruf: 05.08.2019)
  • DRK-Mönchengladbach e.V.: www.drk-mg.de (Abruf: 05.08.2019)
  • Österreichisches Rotes Kreuz: www.roteskreuz.at (Abruf: 05.08.2019)
  • Hausärzteverband Braunschweig: www.hausaerzteverband-braunschweig.de (Abruf: 05.08.2019)
  • Ärzte Zeitung: „Drei Muskeltricks gegen Ohnmacht“, vom 09.01.2007
  • Pschyrembel Online, Klinisches Wörterbuch: www.pschyrembel.de (Abruf: 08.08.2019)
  • Vorlage:
    Marian Grosser, Carola Felchner
Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Über den Autor

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