Pigmentflecken

Christiane Fux

Christiane Fux studierte in Hamburg Journalismus und Psychologie. Seit 2001 schreibt die erfahrene Medizinredakteurin Magazinartikel, Nachrichten und Sachtexte zu allen denkbaren Gesundheitsthemen. Neben ihrer Arbeit für e-happiness ist Christiane Fux auch in der Prosa unterwegs. 2012 erschien ihr erster Krimi, außerdem schreibt, entwirft und verlegt sie ihre eigenen Krimispiele.

Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Pigmentflecken (mediz. Hyperpigmentierungen) sind bräunliche Verfärbungen der Haut. Die dunklen Hautareale entstehen, wenn spezielle Zellen in der Haut vermehrt den Hautfarbstoff Melanin freisetzen. Pigmentflecken sind in der Regel harmlos. Viele Menschen empfinden sie jedoch als unschön und kosmetisch störend. Lesen Sie, wie Pigmentflecken entstehen und was Sie dagegen tun können.

Pigmentflecken

Kurzübersicht

  • Was sind Pigmentflecken? bräunliche, rötliche oder ockerfarbene Male auf der Haut, die nicht erhaben und damit nicht tastbar sind. Sie bilden sich oft an Stellen, die dem Licht ausgesetzt sind (z.B. im Gesicht). Meist sind Pigmentflecken harmlos; sie können aber auch auf Hautkrebs hinweisen.
  • Ursachen: übermäßige Bildung des Hautfarbstoffes Melanin, etwa infolge von Sonneneinstrahlung oder Veranlagung. Weibliche Hormone (Schwangerschaft, hormonelle Vergütungsmittel), Verbrennungen sowie diverse Erkrankungen und Medikamente begünstigen Pigmentstörungen.
  • Wann zum Arzt? generell alle zwei Jahre zum Vorsorge-Check beim Hautarzt (Dermatologen); Ein Arztbesuch ist auch ratsam, wenn der Pigmentfleck asymmetrisch, unregelmäßig umrandet, nicht durchgängig gleich gefärbt ist und/oder einen Durchmesser von mehr als zwei Millimetern hat.
  • Behandlung: bei harmlosen Pigmentflecken nicht unbedingt notwendig; ggf. aus ästhetischen Gründen Entfernung durch einen Hautarzt, z. B. per Peeling, Laser, Kälte
  • Vorbeugen: durch Sonnenschutz, Tagescreme mit Lichtschutzfaktor

Pigmentflecken: Beschreibung

Die menschliche Haut ist selten völlig makellos. Besonders bei hellhäutigen Menschen neigt die Haut zu Pigmentierungsstörungen. Manche Formen wie beispielsweise Sommersprossen (Epheliden) treten schon bei Kindern auf, Altersflecken (Lentigo solaris) entstehen im Laufe des Lebens. Die Male können bräunlich, rötlich oder ockerfarben sein und sind meist nicht erhaben, also nicht tastbar. Sie bilden sich überwiegend an Hautpartien, die besonders dem Licht ausgesetzt sind, beispielsweise im Gesicht, auf dem Dekolleté oder an den Händen.

Eine Sonderform der Pigmentstörung ist der Nävus pigmentosus, den man wegen seines Aussehens auch Café-au-Lait-Fleck nennt. Er ist gleichmäßig hell- bis dunkelbraun gefärbt. Ähnlich sieht der Nävus spilus aus, der handtellergroß werden kann und dunklere Einsprenkelungen aufweist. Beide Formen von Pigmentstörungen sind ab der Geburt vorhanden, können sich aber im Laufe des Lebens vergrößern.

Pigmentflecken: Ursachen und Erkrankungen

Verursacht werden Pigmentflecken durch bestimmte Hautzellen, die Melanozyten, die den Hautfarbstoff Melanin produzieren. Dieser sorgt für den Bräunungseffekt und schützt die Hautzellen vor UV-Strahlung. Bildet sich an einigen Stellen übermäßig viel Melanin, entstehen Flecken. Neben der Sonneneinstrahlung spielt auch die Veranlagung hierbei eine Rolle.

Begünstigt wird die Bildung von Pigmentflecken durch weibliche Hormone. Frauen, die hormonell verhüten (etwa mit der Pille), haben häufiger Pigmentflecken als Frauen ohne hormonellen Empfängnisschutz.

Auch in der Schwangerschaft kann es hormonell bedingt zu Pigmentstörungen kommen. Sie äußern sich als großflächiger, dunkel pigmentierter Bereich im Gesicht, den man als Schwangerschaftsmaske oder Cholasma bezeichnet. Diese Symptome verschwinden nach der Entbindung von alleine.

Bestimmte Arzneimittel erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut und können ebenfalls Pigmentstörungen begünstigen. Dazu gehören einige Antibiotika, bestimmte Chemotherapeutika, aber auch Johanniskrautpräparate.

Pigmentstörungen können auch die Folge von Verbrennungen oder Erkrankungen sein. Beispielsweise kann dir Haut infolge eines Insektenstichs, einer Hauterkrankung (wie Psoriasis, Akne), einer Infektionskrankheit (wie Gürtelrose oder Syphilis) stellenweise dunkler pigmentiert sein. Auch Tumoren, Stoffwechselstörungen, eine Glutenunverträglichkeit und ein Folsäure- oder Vitamin-B12-Mangel können Pigmentstörungen zur Folge haben.

Risiko Hautkrebs

So harmlos Pigmentstörungen in der Regel auch sind – mitunter verbirgt sich hinter den Hauterscheinungen ein gefährlicher Hautkrebs. Am tückischsten ist der Schwarze Hautkrebs (Malignes Melanom). Ursprung des Schwarzen Hautkrebses sind die pigmentbildenden Zellen der Haut, die Melanozyten. Sie können sich frei im Körper bewegen.

Das erklärt, warum schwarzer Hautkrebs im Vergleich zu anderen Hautkrebsarten vergleichsweise früh in andere Organe streut und dort Metastasen bildet. Andere, weniger aggressive Formen von Hautkrebs sind der Basalzellkrebs und der Stachelzellkrebs (zusammengefasst als Weißer Hautkrebs bezeichnet).

Hinweis: Hautkrebs ist im Frühstadium fast immer heilbar. Daher können Hautchecks beim Dermatologen, aber auch regelmäßige Selbstkontrollen lebensrettend sein.

Pigmentstörung: Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)

Die Weißfleckenkrankheit ist genau genommen das Gegenteil von Pigmentflecken. Die Haut der Betroffenen produziert nämlich an bestimmten Stellen nicht zu viel, sondern zu wenig Melanin. Dadurch bilden sich sehr helle, pigmentarme oder sogar pigmentlose Stellen auf der Haut. Die blassen, unregelmäßigen Flecken können prinzipiell am ganzen Körper auftreten, entstehen aber zunächst meist an den Händen und im Gesicht.

Die Ursachen dieser Hauterscheinungen sind noch nicht bekannt. Man vermutet, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen, möglicherweise aber auch eine Autoimmunreaktion. Die Weißfleckenkrankheit ist harmlos, wird aber von den Betroffenen oft genauso wie Pigmentflecken als ästhetisch störend empfunden. Die Krankheit ist nicht heilbar. Ihr Fortschreiten kann aber durch eine Therapie mit UV-B-Strahlen abgemildert werden.

Pigmentflecken: Wann müssen Sie zum Arzt?

Für den Laien sind Pigmentflecken und andere harmlose Muttermale nicht leicht von bösartigen Veränderungen der Haut zu unterscheiden. Lassen Sie daher alle zwei Jahre einen Hautcheck beim Hautarzt machen.

Behalten Sie Ihre Haut aber auch zwischen den Terminen selbst im Blick. Eine erste Einschätzung von Muttermalen und Pigmentflecken ermöglicht die ABCDE-Regel. Sie steht für

  • A = Asymmetrie: Im Frühstadium kündigen sich Melanome häufig durch eine unsymmetrische Form an.
  • B = Begrenzung: An den Rändern scheint das Pigmentmal auszulaufen, es ist uneben, rau und zackig. Unregelmäßige Ränder und unscharfe Begrenzungen weisen auf potenzielle Melanome hin.
  • C = Colour (Farbe): Das Mal ist an einigen Stellen heller oder dunkler. Schwarze, dunkelbraune, bläuliche, rote, graue bis hautfarbene Areale an einem Mal deuten auf ein Melanom hin.
  • D = Durchmesser: Pigmentmale mit einem Durchmesser über zwei Millimeter sollten in jedem Fall beobachtet werden.
  • E = Evolution: Veränderungen des Pigmentmals; treten sie innerhalb von drei Monaten auf, sollte das Mal von einem Arzt kontrolliert werden.

Solche Merkmale können auf einen Hautkrebs hinweisen und sollten daher von einem Dermatologen begutachtet werden. Das gilt auch, wenn die Male bluten oder jucken, oder sich in Größe und Form verändern.

Pigmentflecken: Das macht der Arzt

Harmlose Hautmale und Altersflecken muss man nicht behandeln. Wenn sie aber aus ästhetischen Gründen stören, kann der Dermatologe die Pigmentflecken entfernen:

  • Laser: Eine wirksame Methode ist eine Laserbehandlung. Dabei werden die Pigmentansammlungen durch die Lichtenergie zertrümmert und anschließend von den Immunzellen entsorgt.
  • Kälte: Bei einer Kältetherapie (Kryopeeling) wird die Oberfläche der Oberhaut mit flüssigem Stickstoff vereist, sodass sie abstirbt.
  • Abschleifen: Die Pigmentflecken können auch mit einem Skalpell abgeschliffen werden.
  • Peeling: Auch durch Peelings mit Säuren lassen sich Pigmentflecken entfernen. Eine sanfte Methode ist aber auch dies nicht. Die verwendeten Säuren müssen relativ tief in die Haut dringen, um wirksam zu sein.

Achtung: Sämtliche Behandlungen sollten nur von einem erfahrenen Hautarzt durchgeführt werden, da sonst unregelmäßige Pigmentierungen und Narbenbildung drohen.

Nach dem Entfernen der Male ist die Haut noch für Wochen besonders empfindlich und neigt zur Bildung neuer Pigmentflecken. Sie braucht daher noch mehr Schutz vor Sonne als üblich.

Pigmentflecken: Das können Sie selbst tun

Es gibt verschiedene (Haus-)Mittel, die dabei helfen sollen, Pigmentflecken auf eigene Faust zu entfernen. Frei verkäufliche Bleichmittel sind allerdings weniger geeignet, Pigmentstörungen loszuwerden. Insbesondere dunklere Flecken lassen sich mit ihrer Hilfe nicht entfernen. Die Tinkturen und Cremes können aber erhebliche Hautirritationen verursachen.

Weniger bedenklich, wenn auch nicht gänzlich frei von Nebenwirkungen, sind Naturheilmittel. Und: Deren Wirkung ist in aller Regel nicht wissenschaftlich belegt oder nur an einer geringen Anzahl an Probanden getestet. Zu den natürlichen Mitteln, die bei Pigmentflecken helfen sollen, gehören zum Beispiel:

  • Zitrone: Die Säure der Zitrone kann einen aufhellenden Effekt haben, da sie peelend wirkt. Weil sie aber nur in die oberen Hautschichten vordringt, wird die Wirkung sehr wahrscheinlich nur minimal sein.
  • Blutorange: Einer Studie der University of Catania zufolge soll Blutorangen-Extrakt Pigmentstörungen mindern können, da er die Haut widerstandsfähiger gegen Sonneneinstrahlung macht.
  • Papaya: Die Frucht enthält den Wirkstoff Papain, der dem Körper dabei helfen soll, Stoffwechselprodukte schneller abzubauen. Das soll nach und nach auch Hautflecken verschwinden lassen. Papain kann aber Allergien auslösen, da es die Barrierefunktion der Haut aufhebt.
  • Vitamin A: Das Vitamin, auch als Retinol bekannt, soll die Hautalterung bremsen und auch die Bildung von Pigmentflecken beeinflussen.

Hinweis: Wenn Sie eines dieser oder ein anderes (Haus- oder Naturheil-)Mittel gegen Pigmentflecken ausprobieren möchten, sollten Sie zuerst mit Ihrem Hautarzt sprechen. Er kann Sie zur richtigen Anwendung beraten und auf eventuelle Nebenwirkungen hinweisen.

Vorbeugen satt wegmachen

Besser als zu versuchen, die Flecken wieder wegzubekommen, ist, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Konsequenter Sonnenschutz ist der wichtigste Aspekt, wenn Sie Pigmentflecken, aber auch Hautkrebserkrankungen vorbeugen wollen. Das in der Sonnenstrahlung UV-Licht begünstigt sowohl das eine wie das andere.

Viele denken zwar an Sonnenschutz, wenn sie am Strand sind oder zum Skilaufen fahren, vernachlässigen ihn aber im Alltag – im Cabrio, beim Spazierengehen, im Café. Mit einer Tagescreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor sind Sie immer gerüstet. Selbstverständlich sollten Sie die Mittagssonne meiden und alle unbedeckten Körperpartien großzügig mit Sonnencreme schützen, um Pigmentflecken und Hautkrebs vorzubeugen.

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