Heiserkeit

Martina Feichter

Martina Feichter hat in Innsbruck Biologie mit Wahlfach Pharmazie studiert und sich dabei auch in die Welt der Heilpflanzen vertieft. Von dort war es nicht weit zu anderen medizinischen Themen, die sie bis heute fesseln. Sie ließ sich an der Axel Springer Akademie in Hamburg zur Journalistin ausbilden und arbeitet seit 2007 für e-happiness.

Heiserkeit (mediz. Dysphonie) ist ein häufiges Symptom: Die Betroffenen sprechen rau und leiser als sonst; manchmal ist auch die Stimme ganz weg. Das bezeichnen Mediziner dann als Aphonie. Heiserkeit ist meist harmlos und vorübergehend. Häufig sind Erkältungen, Rachenentzündung oder Stimmüberlastung für die raue Stimme verantwortlich. Aber auch Rauchen sowie Kehlkopfkrebs können mit Heiserkeit einhergehen. Lesen Sie hier alles Wichtige über die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Heiserkeit.

Heiserkeit

Kurzübersicht

  • Beschreibung: raue, belegte Stimme mit verringerter Lautstärke. Heiserkeit kann akut oder chronisch sein.
  • Ursachen: z. B. Stimmüberlastung oder -fehlbelastung, Erkältungen, Stimmbandknötchen oder -lähmung, Tumoren an den Stimmbändern, Nervenschädigungen, Pseudokrupp, Diphtherie, akute Bronchitis, chronische Bronchitis, COPD, Tuberkulose, Refluxkrankheit, Allergien, Stress, Medikamente
  • Hausmittel: Je nach Auslöser kann es helfen, nicht zu heiß oder scharf zu essen, warme Getränke zu trinken, Pastillen zu lutschen, den Hals warm zu halten, für hohe Luftfeuchtigkeit zu sorgen; auch Bachblüten oder ätherische Öle können zum Einsatz kommen.
  • Wann zum Arzt? bei Heiserkeit, die mehr als drei Wochen anhält oder immer wiederkehrt, bei akuter Heiserkeit ohne Erkältungssymptome und mit Engegefühl oder Atemnot, bei Kinder, wenn die Heiserkeit von bellendem Husten begleitet wird.
  • Untersuchungen: u. a. Patientengespräch, körperliche Untersuchung, Rachenspiegelung/-abstrich, Kehlkopfspiegelung, Gewebeentnahme, Blutuntersuchung, Lungenfunktionstest, Magenspiegelung, Computertomografie (CT)
  • Ärztliche Therapie: je nach Ursache, z.B. mit Medikamenten, Logopädie oder OP.

Heiserkeit Beschreibung

Heiserkeit kommt durch krankhafte anatomische oder funktionelle Veränderungen des Stimmapparates zustande: Die Stimme klingt rau oder „belegt“, die Lautstärke ist verringert. Manchmal ist auch einfach „die Stimme weg“ (Stimmlosigkeit, Aphonie).

Je nach Dauer der Heiserkeit unterscheiden Mediziner zwischen akuter und chronischer Heiserkeit:

  • Akute Heiserkeit: Sie beruht meist auf einer Entzündung von Kehlkopf und Stimmbändern, wie sie oft im Rahmen einer Erkältung auftritt. Meist klingt sie nach einigen Tagen wieder ab.
  • Chronische Heiserkeit: Heiserkeit, die länger als drei bis vier Monate besteht. Sie kann viele Ursachen haben wie etwa Stimmbandknötchen, Stimmlippenpolypen oder Kehlkopfkrebs. Daneben gibt es auch angeborene Ursachen von chronischer Heiserkeit.

Heiserkeit: Entstehung und Ursachen

Es kann viele Gründe haben, warum die Stimme nicht so klingt wie sonst – harmlose ebenso wie schwerwiegende. Die wichtigsten Ursachen von Heiserkeit sind:

  • Stimmüberlastung oder -fehlbelastung: Wer einen Konzertabend lang lauthals mitsingt, bei dem werden die Stimmbänder dies wahrscheinlich mit akuter Heiserkeit quittieren. Menschen, die gewohnheitsmäßig ihre Stimmbänder sehr viel gebrauchen (wie Lehrer, Sänger, Call-Center-Mitarbeiter) oder zu falscher Stimmtechnik neigen, können sogar immer wieder mit Heiserkeit zu kämpfen haben.
  • Erkältung: Die Erkältung ist eine meist harmlose Infektion der oberen Atemwege mit Viren. Sie geht in der Regel mit Schnupfen, Heiserkeit, verstopfter Nase, Husten und eventuell leichtem Fieber einher.
  • Rachenentzündung (Pharyngitis): Heiserkeit wird oft auch durch eine Entzündung der Rachenschleimhaut hervorgerufen. Eine akute Rachenentzündung tritt meist im Rahmen von Erkältungen auf. Sie ist im Normalfall harmlos und heilt mit Bettruhe, Hausmitteln und bei Bedarf Schmerzmitteln (gegen die Halsschmerzen) rasch wieder aus. Dauert die Pharyngitis länger als drei Monate, gilt sie als chronisch. Auslöser sind äußere, schleimhautschädigende Faktoren wie starkes Rauchen oder Strahlentherapie (bei Krebs).
  • Kehlkopfentzündung (Laryngitis): Eine akute Kehlkopfentzündung tritt oft begleitend zu einer Erkältung auf. Sie löst akute Heiserkeit (manchmal bis hin zu Stimmlosigkeit), Räusperzwang, Hustenreiz, Brennen und Kratzen im Hals sowie eventuell Fieber aus. Eine chronische Laryngitis kann z.B. durch Rauchen, häufiges Einatmen von Staub oder trockener Luft, chronische Stimmüberlastung, Alkoholabhängigkeit oder Stimmlippenknötchen bedingt sein. Manchmal ist sie auch eine Nebenwirkung von Medikamenten wie Antidepressiva.
  • Stimmlippenpolypen: Polypen an den Stimmlippen sind gutartige Schleimhautveränderungen. Sie bilden sich meist nach einer akuten Kehlkopfentzündung, wenn der Patient sich nicht an die vom Arzt empfohlene Stimmruhe gehalten hat. Die Heiserkeit besteht dann auch noch nach Abklingen der Kehlkopfentzündung. Übrigens: Rauchen begünstigt solche Polypen.
  • Stimmbandknötchen („Sängerknötchen“, „Schreiknötchen“): Häufiges Sprechen, Singen oder Schreien, falsches Atmen, Zigarettenrauch, trockene Luft – es gibt viele Faktoren, welche die Stimmbänder überbeanspruchen und reizen können. An der am stärksten beanspruchten Stelle (meist in der Mitte der Stimmlippen) schwillt dann die Schleimhaut an. Bei weiterer Überbeanspruchung kann sich aus der Schwellung ein Knötchen entwickeln, das Heiserkeit hervorruft. Wird die Stimme entsprechend geschont und geschult, können Stimmbandknötchen wieder verschwinden.
  • Stimmbandlähmung (Rekurrensparese): Die Stimmbandlähmung (Stimmlippenlähmung) ist oft einseitig und geht mit Heiserkeit einher. Ausgelöst wird sie durch eine Schädigung jenes Nervs, der für die Funktion des Stimmapparates wichtig ist (Nervus recurrens). So kann der Nerv zum Beispiel im Zuge einer Schilddrüsenoperation (oder anderer Operationen im Halsbereich) verletzt oder durch raumfordernde Prozesse (wie Kehlkopftumor, Sarkoidose, Aortenaneurysma) eingeengt werden. Daneben können auch Virusinfektionen (wie Grippe, Herpesinfektion), Giftstoffe (wie Alkohol, Blei), rheumatische Erkrankungen und Diabetes eine Nervenschädigung mit Stimmbandlähmung und Heiserkeit nach sich ziehen. Manchmal bleibt die Ursache der Lähmung ungeklärt.
  • Pseudokrupp: Im Rahmen einer Kehlkopfentzündung kann vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern der Kehlkopfausgang stark anschwellen. In der Folge treten neben akuter Heiserkeit auch bellender Husten und Atemnot auf. Mediziner sprechen hier von Pseudokrupp oder Krupp-Husten. Bei schweren Hustenanfällen mit Atemnot sofort den Notarzt rufen!
  • Kehldeckelentzündung (Epiglottitis): Heiserkeit kann in seltenen Fällen auf eine Kehldeckelentzündung hinweisen. Wesentlich charakteristischer sind aber folgende Beschwerden bei Epiglottitis: Rachenentzündung, Schmerzen beim Schlucken, starke Halsschmerzen, hohes Fieber und vor allem Atemnot – sie kann sehr schnell in lebensgefährliche Erstickungsanfälle übergehen!
  • Diphtherie (Echter Krupp): Diese stark ansteckende Infektionskrankheit wird von Bakterien verursacht. Die Erreger lösen in erster Linie im Nasen-Rachen-Raum Entzündungen aus. Diese Rachen-Diphtherie kann sich zu einer Kehlkopf-Diphtherie weiterentwickeln mit den Symptomen Heiserkeit, Stimmlosigkeit und bellender Husten. Außerdem treten zunehmend Atemprobleme auf bis hin zu Erstickungsgefahr.
  • Akute Bronchitis: Die akute Bronchitis ist eine durch Viren oder (seltener) Bakterien ausgelöste entzündliche Atemwegsinfektion. Sie ist sehr häufig und ruft neben Heiserkeit auch Fieber, Husten, Schmerzen hinter dem Brustbein sowie Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen hervor.
  • Chronische Bronchitis: Bei der chronischen Bronchitis sind die Bronchien nicht nur vorübergehend (wie bei der akuten Bronchitis), sondern dauerhaft entzündet. Betroffen sind vor allem Männer, und zwar in erster Linie Raucher und Ex-Raucher. Neben Heiserkeit zeichnet sich die chronische Bronchitis hauptsächlich durch chronischen Husten mit zähem Auswurf aus.
  • COPD: Die chronische Bronchitis kann mit der Zeit zu einer Verengung (Obstruktion) der Bronchien führen. Gesellt sich zu dieser chronisch obstruktiven Bronchitis noch eine Lungenblähung (Lungenemphysem) hinzu, sprechen Mediziner von COPD. Die Betroffenen leiden vor allem unter chronischem Husten, Auswurf und Atemnot. Außerdem kann Heiserkeit auftreten.
  • Schilddrüsenvergrößerung (Kropf, Struma): Die Schilddrüse kann aus unterschiedlichen Gründen vergrößert sein, etwa aufgrund von Jodmangel, Jodverwertungsstörungen, Störungen der Hormonsynthese in der Schilddrüse oder gut- oder bösartigen Tumoren. Mögliche Symptome eines Kropfes sind neben Heiserkeit auch Schluckbeschwerden, Atemnot und ein Engegefühl am Hals.
  • Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose): Auch eine Schilddrüsenunterfunktion kann mit Heiserkeit verbunden sein. Weitere Symptome sind zum Beispiel Gewichtszunahme, Müdigkeit, trockene und schuppende Haut, trockenes und brüchiges Haar, Verstopfung sowie Kropf. Die Hypothyreose kann angeboren oder erworben sein.
  • Tuberkulose (Schwindsucht): Die Tuberkulose (Tbc) ist eine chronische bakterielle Infektionskrankheit, die den Kehlkopf betreffen kann (Kehlkopftuberkulose) – entweder nur diesen allein oder zusätzlich zur Lunge (Lungentuberkulose). Die Leitsymptome der Kehlkopftuberkulose sind Heiserkeit und Schluckstörung. Außerdem kommt es oft zu Husten und Gewichtsverlust.
  • Refluxkrankheit: Unter Refluxkrankheit (gastroösophagealer Reflux) verstehen Mediziner den Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre. Neben typischen Beschwerden wie Sodbrennen kann die Refluxkrankheit auch Heiserkeit hervorrufen.
  • Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom): An Kehlkopfkrebs erkranken hauptsächlich starke Raucher, vor allem, wenn diese gleichzeitig viel Alkohol konsumieren. Zu den Symptomen dieses bösartigen Tumors zählen anhaltende Heiserkeit mit Schluckstörung, Fremdkörpergefühl und Bluthusten.
  • Nahrungsmittelallergien: Heiserkeit gehört - neben einer Schwellung der Mundschleimhaut, Hautausschlag, Augentränen etc. - zu den möglichen Symptomen einer Nahrungsmittelallergie (zum Beispiel Erdnussallergie).
  • Psychischer Stress: Manchmal löst akuter oder chronischer psychischer Stress Heiserkeit aus. Angst, Aufregung, Depression und Liebeskummer können schuld sein, wenn plötzlich die Stimme weg ist.
  • Allgemeine Schwäche: Menschen, die aufgrund ihres hohen Alters oder einer schweren Erkrankung allgemein geschwächt sind, haben oft eine heisere, kraftlose Stimme.
  • Verletzung im Kehlkopfbereich: Verletzungen von außen wie Prellung oder Würgen können eine akute Heiserkeit zur Folge haben; manchmal ist auch vorübergehend die Stimme weg.
  • Nebenwirkung von Medikamenten: Kortison-Sprays, wie sie etwa von Asthma-Patienten oft verwendet werden, können als Nebenwirkungen Heiserkeit sowie Pilzbefall der Mundschleimhaut (Mund-Soor) hervorrufen. Auch andere Medikamente wie Mittel gegen Allergien (Antihistaminika) und Depressionen (Antidepressiva), harntreibende Medikamente (Diuretika) sowie weibliche Sexualhormone (Östrogene, etwa in hormonellen Verhütungsmitteln) können Heiserkeit verursachen.

Das hilft gegen Heiserkeit

Je nachdem, wie ausgeprägt die Heiserkeit ist, wie lange sie schon andauert und wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ihr eine ernste Erkrankung zugrunde liegt, wird die Behandlung unterschiedlich ausfallen.

So kann der Arzt Heiserkeit behandeln

Hat der Arzt als Ursache der Heiserkeit eine behandelbare Erkrankung diagnostiziert, wird er eine entsprechende Therapie einleiten. Sie kann beispielsweise die Gabe von bestimmten Medikamenten (etwa bei Kehlkopfentzündung) oder eine Logopädie (Sprachtherapie, etwa bei Überlastung der Stimmbänder oder Stimmlippenknötchen) umfassen. Manchmal sind auch operative Eingriffe nötig (zum Beispiel bei Kehlkopfkrebs, Stimmlippenpolypen).

Heiserkeit: Das können Sie selbst tun

  • Schonen: Bei Heiserkeit aufgrund einer Überbeanspruchung der Stimme ist in erster Linie Schonung angesagt. Reden Sie also möglichst wenig!
  • Halblaut sprechen: Viele Menschen beginnen bei Heiserkeit zu flüstern, was aber nur die Stimmbänder strapaziert. Halblautes Sprechen ist dagegen erlaubt.
  • „Diät“ halten: Ist eine akute oder chronische Kehlkopfentzündung schuld an der Heiserkeit, sollten Sie die „Kehlkopfdiät“ einhalten: Essen Sie nicht zu heiß und nicht zu scharf. Verzichten Sie auf kalte Speisen (wie Eis) und Getränke. Rauchen Sie nicht und sprechen Sie nicht zu viel (Stimme schonen!). Diese Tipps schaden auch nicht, wenn die Heiserkeit andere Ursachen als eine Kehlkopfentzündung hat (etwa Rachenentzündung oder Stimmlippenknötchen).
  • Warme Getränke: Trinken Sie reichlich warme Getränke bei Heiserkeit. Bei einer akuten Kehlkopfentzündung wird zum Beispiel eine Teemischung aus 50 g Farnwedelkraut (Herba Adiantis capillis veneris), 20 g Malvenblättern (Folium Malvae sylvestris) und 30 g Thymiankraut (Herba Thymi vulgaris) empfohlen. Trinken Sie von diesem Tee täglich fünf Tassen.
  • Spitzwegerich-Tee: Auch Spitzwegerich-Tee kann Heiserkeit lindern: Übergießen Sie zwei Teelöffel der Teedroge mit 250 ml heißem Wasser, 15 Minuten ziehen lassen. Zweimal täglich eine Tasse trinken.
  • Ingwertee: Er eignet sich ebenfalls als Mittel gegen Heiserkeit: Mehrere Tassen täglich trinken oder damit gurgeln.
  • Inhalieren: Bei Rachenentzündungen, die oft mit Heiserkeit einhergehen, sind Kamillen-, Fenchel- und Pfefferminztee wirkungsvoll. Inhalieren Sie die Dämpfe des heißen Tees, bevor Sie ihn trinken.
  • Hohe Luftfeuchtigkeit: Sorgen Sie bei Heiserkeit für eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. Auch das oben erwähnte Inhalieren tut Hals und Stimmbändern gut – entweder nur mit heißem Wasser oder aber Sie geben etwas Salz oder Heilkräuter (Kamille, Fenchel etc.) ins Wasser.
  • Fenchelmilch: Fenchelmilch ist ebenfalls ein beliebtes Mittel bei Heiserkeit aufgrund einer Rachenentzündung: Kochen Sie dazu 3 Teelöffel Fenchelsamen mit einem halben Liter Milch auf; dann abseihen und die Milch mit Honig süßen.
  • Sich gesund lutschen: Erwachsene und ältere Kinder, die an Heiserkeit und Halsschmerzen leiden, können zu Lutschpräparaten mit Salbei oder Isländisch Moos greifen.
  • Hals wärmen: Bei Heiserkeit im Rahmen von Erkältungen, Rachenentzündungen oder anderen Halsinfekten sollten Sie den Halsbereich gleichmäßig warm halten: Legen Sie sich einen Schal um und/oder machen Sie sich einen warmen Kartoffelwickel für den Hals: Kartoffeln kochen, zerstampfen, in ein Tuch einschlagen und auf den Hals legen (Temperatur kontrollieren!). Der Wickel bleibt so lange am Hals, bis er abgekühlt ist.
  • Abstinent bleiben: Egal, was die Ursache der Heiserkeit ist - verzichten Sie auf Alkohol und meiden Sie verrauchte und staubige Räume.
  • Homöopathie: Homöopathische Mittel, die gegen Heiserkeit empfohlen werden sind beispielsweise Ferrum phosphoricum C30 (Kehlkopfentzündung und trockene Heiserkeit), Carbo vegetabilis C30 (Heiserkeit am Abend), Causticum D12 und Spongia D6 (bei Heiserkeit durch Überanstrengung der Stimmbänder). Patienten mit Heiserkeit, trockenem Husten, Halsschmerzen und Fieber mit Frösteln wird oftmals Drosera gegeben. Zur Dosierung und Häufigkeit der Einnahme sollten Sie mit einem Homöopathen sprechen.
  • Bachblüten: Wer es bei Heiserkeit mit der Bachblütentherapie versuchen will, sollte mehrfach Star of Bethlehem einnehmen, eine ausdauernde, krautige Pflanze (auch Dolden-Milchstern genannt).
  • Ätherische Öle: Die Aromatherapie wendet gegen Erkältungsbeschwerden wie Heiserkeit, Husten und Schnupfen ätherische Öle wie Eukalyptus-, Fichtennadel-, Majoran-, Rosmarin- und Thymianöl an – entweder zum Einreiben oder Inhalieren.

Vorsicht bei Kindern: Vor der Anwendung von ätherischen Ölen bei kleinen Patienten sollten Sie Rücksprache mit einem erfahrenen Therapeuten oder Arzt halten. Denn manche ätherischen Öle wie Eukalyptusöl, Minzöl oder Kampfer können bei kleinen Kindern Verkrampfungen der Atemmuskulatur mit Erstickungsgefahr hervorrufen!

Heiserkeit: Wann müssen Sie zum Arzt?

Oft vergeht die Heiserkeit von ganz allein oder dank Hausmitteln wieder. In folgenden Fällen von Heiserkeit ist ein Arztbesuch aber dringend angeraten:

  • Heiserkeit, die länger als drei Wochen andauert – vor allem dann, wenn Sie keine Vermutung zur möglichen Ursache haben (Verdacht auf Kehlkopfkrebs!)
  • immer wiederkehrende Heiserkeit, vor allem bei längerer Stimmbelastung
  • akute Heiserkeit bis hin zu Stimmlosigkeit, wenn keine Erkältungssymptome, aber zunehmendes Engegefühl oder Atemnot auftreten
  • akute Heiserkeit und bellender Husten beim Kind

Keinen Grund zur Sorge gibt es dagegen in der Regel bei Heiserkeit bei männlichen Jugendlichen: Eine raue, belegte Stimme zu Beginn des Stimmbruchs ist normal.

Heiserkeit: Was macht der Arzt?

Um herauszufinden, was die Heiserkeit verursacht hat, wird der Arzt Sie zunächst eingehend zu Ihrer Krankengeschichte (Anamnese) befragen. Wichtige Informationen sind zum Beispiel:

  • Wie lange besteht die Heiserkeit bereits?
  • Gibt es Begleitsymptome wie beispielsweise Räusperzwang, Husten, Atemnot oder Fieber?
  • Rauchen Sie?
  • Trinken Sie häufig Alkohol?
  • Bestehen chronische Erkrankungen wie etwa Asthma?
  • Nehmen Sie irgendwelche Medikamente ein?
  • Welchen Beruf haben Sie (zum Beispiel einen stimmbelastenden Beruf wie Lehrer, Opernsänger)?

Wichtige Untersuchungen bei Heiserkeit

Aus diesen Informationen gewinnt der Arzt meist schon eine Vermutung, was die Heiserkeit verursacht haben könnte. Weitergehende Untersuchungen können den Verdacht bestätigen:

Körperliche Untersuchung: Sie ist Routine bei der Abklärung von Heiserkeit und vor allem dann angezeigt, wenn Erkältung, akute Bronchitis und Asthma als Ursachen von Heiserkeit infrage kommen.

Rachenspiegelung(Pharyngoskopie): Der Arzt untersucht den Rachen mithilfe eines kleinen Spiegels oder speziellen Endoskops (ein schlauchförmiges medizinisches Instrument), wenn er etwa eine Rachenentzündung als Ursache von Heiserkeit vermutet.

Rachenabstrich: Wenn die akute bakterielle Infektionskrankheit Diphtherie als Ursache von Heiserkeit in Frage kommt, macht der Arzt mit einem Spatel einen Rachenabstrich, um eine Bakterienkultur anzulegen. Lassen sich tatsächlich Diphtheriebakterien aus dem Abstrich anzüchten, bestätigt dies den Verdacht des Arztes.

Kehlkopfspiegelung(Laryngoskopie): Eine endoskopische Untersuchung des Kehlkopfs wird durchgeführt, wenn zum Beispiel Kehlkopfentzündung, Kehldeckelentzündung oder Kehlkopfkrebs als Ursache der Heiserkeit vermutet wird.

Biopsie: Im Rahmen der Kehlkopfspiegelung kann der Arzt auch eine Gewebeprobe entnehmen (Biopsie), wenn er verdächtige Zellwucherungen (Tumoren) etwa an den Stimmbändern oder am Kehlkopf entdeckt.

Untersuchung des Auswurfs(Sputumuntersuchung): Der Auswurf des Patienten wird im Hinblick auf Farbe, Geruch, Konsistenz, Zusammensetzung etc. analysiert, falls der Arzt eine akute Bronchitis als Ursache von Heiserkeit vermutet.

Blutproben: Eine Blutprobe des Patienten wird etwa bei Verdacht auf chronische Bronchitis oder Tuberkulose auf entsprechende Infektionserreger hin untersucht. Außerdem dient eine Blutuntersuchung mit Erfassung des Hormonstatus (Schilddrüsenhormone) der Diagnose einer Schilddrüsenunterfunktion als Ursache von Heiserkeit.

Röntgenuntersuchung: Eine Röntgenuntersuchung dient etwa der Abklärung von Asthma, chronischer Bronchitis, COPD und Tuberkulose als möglichen Ursachen von Heiserkeit.

Lungenfunktionstest: Eine Prüfung der Lungenfunktion mittels Spirometrie verrät, ob möglicherweise Asthma bronchiale die Heiserkeit verursacht.

Magenspiegelung(Ösophago-Gastroskopie): Ein Blick mit dem Endoskop in Speiseröhre und Magen zeigt, ob ein Rückfluss von saurem Mageninhalt in die Speiseröhre (Refluxkrankheit) hinter der Heiserkeit steckt.

Ultraschalluntersuchung(Sonografie): Im Ultraschallbild kann der Arzt eine vergrößerte Schilddrüse (Kropf, Struma) als Ursache von Heiserkeit ausmachen.

Computertomografie (CT): Eine Computertomografie dient der Abklärung von Tumoren (wie Kehlkopfkrebs) als mögliche Ursachen von Heiserkeit. Außerdem wird die CT bei Verdacht auf eine Stimmbandlähmung eingesetzt.

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