Bauchschmerzen

Hanna Rutkowski

Hanna Rutkowski ist freie Autorin der e-happiness-Medizinredaktion.

Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Bauchschmerzen hatte bestimmt jeder schon einmal: drückende Darmkrämpfe, zwickende Bauchschmerzen links oder rechts, manchmal in Kombination mit Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsstörungen. Oft treten sie nach einem üppigen Mahl oder als Magenverstimmung nach dem Essen auf. In der Regel ist die Ursache nicht weiter besorgniserregend. Doch Bauchschmerzen können auch gefährlich sein und müssen dann sofort behandelt werden! Erfahren Sie hier, welche Anzeichen für harmlose Bauchkrämpfe sprechen und welche Sie nicht ignorieren dürfen.

bauchschmerzen

Kurzübersicht

Bauchschmerzen: Beschreibung

Ziehen, Krampfen, Grummeln - Bauchschmerzen äußern sich auf unterschiedliche Weise. Manchmal sind sie das einzige Symptom, meist aber gehen sie mit Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Durchfall, Verstopfung und/oder Blähungen einher.

Bauchschmerzen können sowohl harmlose als auch ernste Ursachen haben. So kann ein üppiges Essen oder die Menstruation ebenso Bauchschmerzen verursachen wie eine Schädigung oder Erkrankung innerer Organe: Der Bauch (mediz. Abdomen) beherbergt neben Magen und Darm noch weitere Organe, die allesamt Beschwerden auslösen können. In erster Linie ist bei Bauchschmerzen aber etwas mit den Verdauungsorganen nicht in Ordnung.

Bauchschmerzen: Ursachen und Erkrankungen

So unterschiedlich sich Bauchschmerzen äußern können, so vielfältig sind auch die Ursachen. Je nachdem, wo sich die Schmerzen bemerkbar machen (Oberbauch, Unterbauch, gesamter Bauch), kann man die Ursache näher eingrenzen.

Oberbauchschmerzen

Schmerzen im Oberbauch können von einem der dort liegenden Organe ausgehen. Dazu zählen Magen, Zwölffingerdarm, Leber (rechts), Gallenblase (an der Unterseite der Leber), Milz (links hinter dem Magen) und Bauchspeicheldrüse (eher mittig hinter dem Magen). Auch andere Organe wie Herz oder Lunge können der Auslöser für Oberbauchschmerzen sein. Die wichtigsten Ursachen für Oberbauchschmerzen sind:

  • Sodbrennen, Refluxkrankheit: Brennende, aufsteigende Schmerzen hinter dem Brustbein, im Oberbauch und eventuell bis zum Hals sowie zeitweises saures Aufstoßen sind hier die Leitsymptome. Meistens treten sie nach einer üppigen, fettreichen Mahlzeit auf. Durch den wiederholten Kontakt mit der aggressiven Magensäure kann sich die Schleimhaut der Speiseröhre entzünden (Refluxösophagitis), was weitere Schmerzen verursacht.
  • Reizmagen: Die Verdauungsbeschwerden treten als krampfartige Bauchschmerzen und unabhängig vom Essen in Erscheinung. Oftmals gesellen sich Völlegefühl, Blähungen und Appetitlosigkeit hinzu.
  • Magenschleimhautentzündung: Häufige Anzeichen einer Gastritis sind Völlegefühl, Schmerzen im Oberbauch, Appetitmangel, Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Aufstoßen und Mundgeruch.
  • Magengeschwür (Ulcus ventriculi): Typisch sind starke Oberbauchschmerzen mittig oder linksseitig und meist direkt nach dem Essen. Mit der Zeit lassen die Beschwerden nach (oft bis zur nächsten Mahlzeit).
  • Zwölffingerdarmgeschwür (Ulcus duodeni): Charakteristisch für dieses Geschwür ist der Nüchternschmerz, der plötzlich nachts oder einige Stunden nach einer Mahlzeit im mittleren Oberbauch auftritt und sich durch Essen bessert.
  • Gallensteine: Je nach Lage und Größe der Steine treten unterschiedlich starke Bauchschmerzen auf, meist rechts im Oberbauch und nach einer fettreichen Mahlzeit. Im schlimmsten Fall entsteht eine Gallenkolik mit plötzlichen, heftigsten Oberbauchschmerzen, die in Schulter und Rücken ausstrahlen können. Hinzu kommen oft Fieber, Schüttelfrost und Erbrechen.
  • Lebererkrankungen: Leberschäden machen sich oft in Form von Druckschmerz unter dem rechten Rippenbogen oder Oberbauchkrämpfen bemerkbar. Bei Hepatitis und Leberzirrhose sind die Bauchschmerzen nicht genau lokalisierbar. Zusätzlich zu den Schmerzen können Gelbsucht, Leistungsabfall, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit auftreten.
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis): Eine Bauchspeicheldrüsenentzündung verursacht sehr starke, kolikartige Bauchschmerzen, die oft gürtelförmig um den Oberbauch verlaufen. Meist kommen noch andere Symptome wie Erbrechen, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Völlegefühl, Fieber oder Gelbsucht hinzu.
  • Herzerkrankungen: Sowohl bei "Brustenge" (Angina pectoris) als auch bei Herzinfarkt können neben Brustschmerzen auch Beschwerden im Bauchraum auftreten. Vor allem bei Frauen kann sich ein Herzinfarkt in starken Bauchschmerzen äußern. Weitere Anzeichen für solche Herzprobleme sind etwa Atemnot und Kurzatmigkeit. Rufen Sie dann sofort den Notarzt!
  • Lungenentzündung: Durch die anatomische Nähe zum Brustkorb können Oberbauchschmerzen auch ein Zeichen für Lungenentzündung sein.
  • Wirbelprobleme: Probleme im Bereich der Wirbelsäule (wie eine Brustwirbelblockade oder Wirbelkörperfraktur) bereiten manchmal ebenfalls Beschwerden, die in den Bauch ausstrahlen und sich durch Oberbauchschmerzen bemerkbar machen können.
  • Bauchaortenaneurysma: Das ist eine krankhafte Aussackung der Hauptschlagader (Aorta) im Bauchbereich. Ein solches Aneurysma löst manchmal Schmerzen mittig oder über den gesamten Bauchraum hinweg aus. Zudem kann es ab einer gewissen Größe auf benachbarte Nerven drücken, was neben ausstrahlenden Schmerzen in den Oberbauch Missempfindungen in den Beinen verursachen kann. Achtung: Das Aneurysma kann plötzlich aufreißen - dann besteht Lebensgefahr!
  • Krebs: Auch Tumoren (wie Magenkrebs, Leberkrebs) können Schmerzen beziehungsweise ein Druckgefühl im Oberbauch verursachen. Meist treten dann noch weitere Symptome auf wie Völlegefühl, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust oder Abgeschlagenheit.
  • Porphyrie: Dieser Begriff umfasst eine Gruppe von Stoffwechselerkrankungen, bei denen der Aufbau des roten Blutfarbstoffes "Häm" gestört ist. Stattdessen entstehen giftige Zwischenprodukte, die unter anderem die Leber schädigen. Betroffene leiden oft schubweise an starken krampfartigen Bauchschmerzen.

Unterbauchschmerzen

Bauchschmerzen unterhalb des Nabels gehen oft vom Darm aus. Aber auch Erkrankungen des Harntraktes sowie gynäkologische Probleme können für Unterbauchschmerzen verantwortlich sein.

  • Blinddarmentzündung (Appendizitis): Es beginnt meist mit plötzlichen starken Bauchschmerzen im Nabelbereich, die dann in weiterer Folge in den rechten Unterbauch ziehen. Die Schmerzen verstärken sich beim Hüpfen, Gehen, Niesen und Husten, die Bauchdecke ist angespannt und sehr druckempfindlich. Dazu gesellen sich oftmals Fieber, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen.
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Colitis ulcerosa äußert sich durch blutige Durchfälle bei gleichzeitig krampfartigen Bauchschmerzen. Bei Morbus Crohn kommt es vor allem im Bereich des rechten unteren Bauches, aber auch über die gesamte Fläche verteilt immer wieder zu schmerzhaften Krämpfen. Zudem treten Durchfälle, Fieber und Gewichtsverlust auf.
  • Harnwegsinfekte: Eine Harnwegsinfektion kann ebenfalls der Grund für Unterbauchschmerzen sein. Oft sind die Beschwerden dumpf, bei einer Blasenentzündung allerdings eher krampfartig und bei einer Harnleiterkolik beziehungsweise einem dadurch bedingten Steinabgang treten sie wellenartig auf.
  • Nierenkolik: Sowohl Nierensteine als auch eine Nierenbeckenentzündung können kolikartige Schmerzen im Unterbauch verursachen. Diese strahlen manchmal in die Flanken und in den Rücken aus. Teilweise sind sie so stark, dass Übelkeit und Erbrechen die Folgen sind.
  • Leistenbruch: Meist sind es Männer, bei denen der Darm in den Leistenkanal durchbricht. Anzeichen dafür ist ein ziehender Schmerz in der Leiste mit einer sicht- und/oder tastbaren Schwellung in der Leistengegend.
  • Divertikulitis: Diese Erkrankung ist durch entzündete Ausstülpungen der Darmwand charakterisiert. Typische Symptome sind dumpfe Schmerzen, meist im linken Unterbauch. Oft kommen Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung, Durchfall oder Blähungen hinzu.
  • Gynäkologische Probleme: Unterbauchschmerzen können bei Frauen auch von den Genitalorganen ausgehen. So können neben der Regelblutung auch Erkrankungen wie Eileiterentzündung, Endometriose und Eileiterschwangerschaft Schmerzen im Unterleib hervorrufen.
  • Prostataentzündung: Eine Prostataentzündung (Prostatitis) kann Bauchschmerzen im Unterleib hervorrufen, die manchmal auch in den Rücken ausstrahlen. Schmerzen oder Druckgefühle im Dammbereich sowie Beschwerden beim Wasserlassen sind ebenfalls möglich.
Häufige Bauchschmerzen und ihre Ursachen
Bauchschmerzen
Aufgrund ihrer Lage machen sich Erkrankungen der Bauchorgane bevorzugt in bestimmten Regionen bemerkbar. So entstehen wichtige Hinweise für die Ursachenforschung.

Schmerzen im gesamten Bauch

Selten kann man die Bauchschmerzen ganz genau orten – meistens breiten sie sich über den ganzen Bauch aus. So kann schon eine gewöhnliche Verstopfung Bauchschmerzen verursachen. Doch auch andere Faktoren und Erkrankungen können hinter Schmerzen im gesamten Bauch stecken.

  • Stress: Oft schlagen die Psyche und ein schneller, hektischer Lebensstil auf den Bauch – es kommt zu Magen-Darm-Krämpfen und Verdauungsstörungen.
  • Magen-Darm-Infektion: Durchfall mit über den ganzen Bauch verteilten Bauchkrämpfen, Erbrechen und Übelkeit, teilweise auch Fieber und allgemeine Schwäche sowie Abgeschlagenheit sind typisch für Magen-Darm-Infekte und leichte Nahrungsmittelvergiftungen.
  • Darmverschluss (Ileus): Dieser akute Notfall beginnt mit Koliken und ruft im Verlauf immer stärkere Schmerzen hervor. Zusätzlich kann es zu einem Stuhlverhalt oder Erbrechen, mitunter auch von Stuhl, kommen. Hier ist sofort der Notarzt zu rufen!
  • Bauchfellentzündung (Peritonitis): Bauchschmerzen und Fieber sind häufige Symptome einer Bauchfellentzündung. Mögliche Auslöser sind ein Darmverschluss, der Durchbruch eines Magengeschwürs oder eines entzündeten Blinddarms, Gallensteine sowie infizierte Operationsnarben. Auch hier gilt: Sofort den Notarzt rufen!
  • Darminfarkt (Mesenterialinfarkt): Er entsteht durch den akuten Verschluss einer Darm-Arterie und beginnt mit heftigen, messerstichartigen Bauchschmerzen, oft begleitet von Durchfall und Erbrechen. Die Symptome lassen zwar nach einigen Stunden nach, was aber trügerisch ist. Zu diesem Zeitpunkt ist der von der Sauerstoffversorgung abgeschnittene Darmabschnitt bereits stark geschädigt und sogar schon abgestorben. In schweren Fällen drohen Kreislaufversagen und Lebensgefahr! Bei Anzeichen eines Darminfarkts also sofort zum Arzt gehen!

Akuter Bauch (Akutes Abdomen)

Verschiedene der oben genannten Ursachen für Bauchschmerzen können bei schwerem Verlauf zu einem "Akuten Bauch" (Akutes Abdomen) führen: Dabei ist der Bauch verhärtet und aufgebläht sowie stark druckschmerzhaft. Ein akutes Abdomen ist immer ein medizinischer Notfall! Mögliche Ursache für ein akutes Abdomen sind zum Beispiel Darminfarkt, Darmverschluss, Eileiterriss bei Eileiterschwangerschaft, Bauchfellentzündung sowie der Durchbruch eines Magen-Darm-Geschwürs oder eines entzündeten Blinddarms.

Bauchschmerzen bei Kindern

Kinder können meist erst ab dem Grundschulalter genau sagen, wo sie Schmerzen haben. Vor allem Kleinkinder können Schmerzen noch nicht richtig orten und zeigen zum Beispiel auch bei Hals- oder Ohrenschmerzen auf den Bauch als Ursache. Zur Sicherheit sollten Eltern immer wiederkehrende Bauchschmerzen bei ihrem Kind vom Arzt abklären lassen. Möglicherweise steckt eine zu behandelnde Erkrankung beziehungsweise eine Nahrungsmittelunverträglichkeit dahinter.

Hinweis: Plötzlich eintretende, starke Bauchkrämpfe und Begleitsymptome wie Fieber, Schwitzen, Angst, Erbrechen und Durchfall sollten Sie als Alarmzeichen sehen. Gehen Sie dann mit Ihrem Kind sofort zum Arzt.

Bauchschmerzen in der Schwangerschaft

Gerade zu Beginn der Schwangerschaft haben viele Frauen Unterbauchschmerzen und Krämpfe. Das liegt daran, dass durch das Wachstum des Fötus sich die Gebärmutter und das umliegende Gewebe ausdehnen - meist spürbar als starkes Ziehen. Darüber hinaus verursachen oft Tritte des Babys oder das Liegen auf dem Rücken Bauchbeschwerden. Zudem leiden viele schwangere Frauen unter Verdauungsproblemen wie Verstopfung. Oft helfen in solchen Fällen schon eine Wärmflasche, verdauungsfördernde Tees und das Einnehmen einer bequemen Position, um die Bauchschmerzen zu lindern.

In folgenden Fällen ist aber ein Arztbesuch ratsam:

  • wenn die Schmerzen nicht nachlassen
  • wenn die Schmerzen schlimmer sind als üblich
  • wenn die Schmerzen von weiteren Symptomen wie Fieber, Erbrechen, Übelkeit oder Blutungen begleitet werden

Manchmal ist die Ursachen der Beschwerden zwar harmlos, zum Beispiel eine einfache Blasenentzündung oder Nierensteine. Es können sich aber auch ernste Komplikationen wie eine Frühgeburt, Fehlgeburt oder Eileiterschwangerschaft hinter den Beschwerden verbergen.

Bauchschmerzen: Wann sollten Sie zum Arzt?

Bauchschmerzen, die sich anders als sonst äußern und über das übliche Zwicken nach einer kleinen Völlerei oder einem Gläschen Wein zu viel hinausgehen, sollten Sie in jedem Fall ernst nehmen. So sind plötzlich beginnende, heftigste Bauchschmerzen, die im Verlauf auch noch schlimmer werden, immer ein Alarmzeichen. Der Erkrankte nimmt dann meistens eine gekrümmte Position im Liegen ein, da er dabei die wenigsten Beschwerden hat. Das allein ist schon ein Grund, um sofort zum Arzt zu gehen. Treten zusätzlich noch folgende Symptome auf, sollten Sie sofort den Notarzt rufen:

  • harter, aufgeblähter Bauch (sogenannte Abwehrspannung)
  • starkes Erbrechen
  • Erbrechen von Blut (rote oder schwarze Färbung des Erbrochenen), Stuhlerbrechen
  • Blut im Stuhl bzw. blutiger blutiger Durchfall (rote oder schwarze Färbung des Stuhls)
  • Stuhlverhalt oder Urinverhalt
  • hohes Fieber
  • Blut im Urin, starke Rückenschmerzen
  • Ohnmacht, kalter Schweiß, Schock

Bauchschmerzen: Was macht der Arzt?

Ob harmlos oder lebensgefährlich - der Arzt muss möglichst schnell die Quelle der Bauchschmerzen finden. Dazu wird er zunächst im Gespräch mit dem Patienten dessen Krankengeschichte erheben (Anamnese). Fragen zu Ernährung, Verdauung und den Lebensgewohnheiten gehören genauso dazu wie eine genaue Beschreibung von Lage und Charakteristik der Bauchschmerzen und eventueller weiterer Symptome. Die Angaben liefern dem Arzt oft Hinweise auf die mögliche Ursache der Beschwerden. Beispielsweise deutet Blut im Stuhl auf eine Blutungsquelle im Darmtrakt hin, ein farbloser oder heller Stuhl kann Anzeichen für Leberprobleme oder Gallenerkrankungen sein.

Bei der körperlichen Untersuchungtastet der Arzt den Bauch ab auf der Suche nach schmerzhaften Stellen, Schwellungen oder Verhärtungen. Zudem wird der Arzt den Bauch mit einem Stethoskop auf Darmgeräusche abhören.

Danach können weitere Untersuchungen folgen, zum Beispiel:

  • Laboruntersuchungen: Blutwerte können anzeigen, welches Organ nicht mehr richtig funktioniert, und ob Entzündungen vorliegen. Stuhl und Urin werden auf Blut, Krankheitserreger und Entzündungszeichen hin untersucht.
  • Ultraschalluntersuchung (Sonografie): Per Ultraschall kann man schnell und schmerzfrei krankhafte Veränderungen im Bauchraum erkennen. Der Arzt kann auch eine sogenannte Endosonografie durchführen. Dabei wird eine biegsame Ultraschallsonde über die Speiseröhre oder den After in den Verdauungstrakt eingeführt. Dieser Ultraschall von innen liefert noch bessere Bilder.
  • Spiegelung von Magen und Darm: Bei der Magenspiegelung sowie der Darmspiegelung werden die Verdauungsorgane mithilfe eines eingeführten optischen Gerätes (winzige Videokamera) von innen begutachtet. Im Rahmen der Untersuchung kann der Arzt auch gleich Gewebeproben entnehmen (Biopsie) und kleinere operative Eingriffe durchführen.
  • Bauchspiegelung: Bei der Bauchspiegelung (Laparoskopie) führt der Arzt eine winzige Kamera über kleine Schnitte in der Bauchdecke in die Bauchhöhle ein. So kann er Krankheiten an den Bauchorganen ebenso feststellen wie kleine chirurgische Eingriffe durchführen ohne große Operationsnarben zu hinterlassen.
  • Wasserstoff-Atemtest: Damit lässt sich der Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit gegen Kohlenhydrate wie Fruchtzucker oder Milchzucker abklären.

Um bestimmte Ursachen für die Bauchschmerzen zu bestätigen beziehungsweise auszuschließen, können auch Untersuchungen bei Fachärzten nötig sein, etwa beim Frauenarzt (Gynäkologen), Urologen oder Kardiologen.

Die Behandlung der Bauchschmerzen erfolgt abhängig von der Ursache. Dabei reicht manchmal die Einnahme von Medikamenten. In anderen Fällen ist eine Operation erforderlich (etwa bei Blinddarmentzündung).

Bauchschmerzen: Das können Sie selbst tun

Sie müssen nicht immer in die Apotheke oder zum Arzt, wenn der Bauch muckt. Haben die Bauchschmerzen eine harmlose Ursache wie üppiges Essen oder einen leichten Magen-Darm-Infekt, können Sie sich oft auch selber helfen - mit Hausmitteln und Naturheilkunde. Einige Beispiele:

  • Artischocken, als Saft oder Tabletten, helfen nach einem fettreichen Essen vorbeugend gegen Magendrücken. Auch Ingwer kann bei Verdauungsbeschwerden Linderung verschaffen.
  • Fenchel, Anis und Kümmel als Tee helfen bei Blähungen und beruhigen den Bauch.
  • Bei einem Magen-Darm-Infekt mit Erbrechen und Durchfall verliert der Körper Flüssigkeit und Salze. Eine Wasser-Salz-Zucker-Mischung (selbst hergestellt oder aus der Apotheke) gleicht die Verluste aus.
  • Bei Magenschmerzen soll Natron (Backpulver) helfen: Eine kleine Messerspitze davon wird im lauwarmen Wasser auf gelöst und getrunken.
  • Eine Wärmflasche oder ein warmes Kirschkernkissen lindern oft Magen-Darmkrämpfe.
  • Bei Kindern bewährt ist das kreisförmige Streichen über die Bauchdecke (im Uhrzeigersinn).
  • Reduzieren Sie Stress - oft sind zu viel Arbeit und ein hektischer Lebensstil Auslöser der Bauchschmerzen.
4,2 / 5 171 Bewertungen – Ihre Bewertung
steroid-pharm.com

https://canadianpharmlist.com

www.medicaments-24.net/levitra-vardenafil/levitra-40-mg/