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SSW 14

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Aktualisiert am
Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

In der 14. SSW bewegt sich das Kind in Ihrem Bauch schon lebhaft, es ist jetzt ungefähr so groß wie ein Apfel. Das Wachstum Ihres Babys und dessen „Kinderzimmer-Einrichtung“ sind für die kleine Schwangerschaftskugel verantwortlich, die Sie nun mit sich herumtragen. Erfahren Sie hier mehr zum Thema: Wird man schon dick in der 14. SSW? Welche Gewichtszunahme ist nun normal? Sind schon Tritte des Kindes spürbar?

14. SSW: Größe und Entwicklung Ihres Babys

Wasser, marsch! Das Baby (14. SSW) in Ihrem Bauch nutzt das Fruchtwasser, das es umgibt, ziemlich ausgiebig. Es trinkt die leicht süßliche Flüssigkeit und scheidet sie wieder aus – und dann geht es von vorne los.

Neben den Schluckübungen trainiert der Fötus in SSW 14 in der Schwerelosigkeit der Fruchtwasserblase seine Muskulatur und bewegt sich fleißig – noch hat er dafür genug Platz. In der 14. SSW ist er noch zu klein, um Sie seine Aktivität spüren zu lassen, aber das wird sich bald ändern.

14. SSW Ultraschall: Das ist zu sehen

Um die 7,5 Zentimeter groß ist der Fötus in der 14. Woche bei einem Gewicht von stolzen 24 Gramm - das ist etwa so viel, wie eine halbe Scheibe Brot wiegt. Seine Beine wirken länger, und er kann den Hals besser bewegen. Manchmal kann man beim Ultraschall jetzt auch sehen, wie das Kind Schluckauf hat.

14. SSW: Das verändert sich bei Ihnen

Es wölbt sich was in der 14. SSW! Ihr Bauch zeigt immer deutlicher, dass im Inneren ein Kind heranwächst. Das liegt zum einen daran, dass das Baby (14 Wochen nach Beginn der Schwangerschafts-Rechnung) in der letzten Woche einen Wachstumsschub von rund 1,5 Zentimetern hingelegt hat. Zum anderen aber auch daran, dass die Plazenta und die Blutmenge größer geworden sind, auch die Fruchtwassermenge hat sich erhöht. Insgesamt schwimmt der Fötus aktuell in rund 100 Milliliter Fruchtwasser. Bis zur 38. SSW werden es bis zu 1,5 Liter sein, die sich aus Platzgründen bis zur Geburt aber wieder auf rund 800 Milliliter reduzieren.

Von der Bauchform auf das Geschlecht des Kindes zu schließen, funktioniert übrigens nicht. Ob sich Ihre Kugel eher spitz oder flach, breit oder schmal wölbt, hängt von Ihrer Fitness und Statur ab sowie davon, ob es Ihre erste Schwangerschaft ist.

Wie ausgeprägt in der 14. SSW die Gewichtszunahme ist, kann von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Richtwerten zufolge dürfen Sie je nach Statur pro Schwangerschaftsmonat 1,3 (übergewichtig) bis 2,5 (untergewichtig) Kilogramm zunehmen, ohne sich Sorgen machen zu müssen.

In der 14. SSW zirkulieren vermehrt die Hormone Östrogen und Progesteron in Ihrem Körper. Ersteres kann Sie etwas unruhig werden lassen. In dieser Phase der Schwangerschaft ist es daher nicht ungewöhnlich, wenn Sie schlecht schlafen und oft schon vor dem Weckerklingeln wach sind. Immerhin wird sich Ihr Leben bald ziemlich verändern. Entspannende Rituale vor dem Hinlegen wie warme (Fuß-)Bäder, Massagen oder ein Entspannungstee können jetzt helfen.

14. SSW: Das ist jetzt wichtig

Eine Schwangerschaftskugel sehnen sich viele Schwangere regelrecht herbei in der 14 SSW. Eine Entwicklung, die den meisten Frauen dagegen nicht so gut gefallen dürfte, sind Schwangerschaftsstreifen. Häufig entstehen diese Dehnungsstreifen vorwiegend in der zweiten Schwangerschaftshälfte. Immerhin wächst der Bauchumfang um rund 40 Zentimeter und bei Mehrlings-Schwangerschaften noch mehr. Da muss sich die Haut ganz schön dehnen. Mitunter entstehen dann auch sichtbare Rillen in der Haut - Fachleute sprechen von Striae gravidarum (Schwangerschaftsstreifen).

Insbesondere schwangere Frauen mit empfindlicher, heller Haut, die im Schwangerschaftsverlauf stark zunehmen, schon vorher übergewichtig waren oder ein schwaches Bindegewebe haben, neigen zu Dehnungsstreifen. Es ist aber noch ein weiterer Faktor daran beteiligt: der veränderte Hormonhaushalt, vor allem der schwangerschaftsbedingt erhöhte Kortisolspiegel im Blut. Das Nebennierenhormon verringert nämlich die Elastizität der Haut.

Solche Streifen sind lästig und werden nie mehr ganz verschwinden. Sie sind aber nur ein optischer Makel.

Hebammen-Tipp

In der 14. SSW muss sich die Haut zwar noch nicht übermäßig dehnen, sie jetzt schon geschmeidig zu halten, schadet aber nicht. Und ganz nebenbei können Sie sich mit duftenden Lotionen und Ölen verwöhnen. Gute Pflegeprodukte bekommen Sie in der Drogerie oder Apotheke. Bei regelmäßiger Anwendung, vielleicht kombiniert mit einer Zupfmassage, können sie das Gewebe auf die Dehnung vorbereiten und so Schwangerschaftsstreifen reduzieren. Allerdings spielen Ihre Gene dabei auch immer noch eine Rolle. Grämen Sie sich nicht zu sehr, falls sich die schimmernden Streifen auf Ihrer Haut zeigen, versuchen Sie eher, sie als Erinnerung an eine besondere Zeit zu akzeptieren – in der Sie jetzt, in der 14. SSW, mittendrin sind.

Judith Hebamme
Judith Däumer, Hebamme