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SSW 12

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Aktualisiert am
Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Die Geheimniskrämerei ist vorbei! Sie können der ganzen Welt erzählen, dass Sie Mama werden. In der 12. SSW ist die kritische Phase geschafft, und das Risiko einer Fehlgeburt reduziert sich drastisch. Lesen Sie hier Wissenswertes über die Schwangerschaft in der 12. Woche: Warum Fisch jetzt vermehrt auf Ihrem Teller landen sollte, das Kleine anfängt, Atemübungen zu machen und der Dottersack ausgedient hat.

12. SSW: So entwickelt sich Ihr Baby

Ein Fötus der 12. Woche ist 43 bis 51 Millimeter groß und ziemlich aktiv. Handgelenke und Ellbogen beugen und die kleinen Hände zu winzigen Fäustchen ballen, gehört dazu in der 12. SSW. Die Entwicklung ist auch im Mund zugange - erste Zahnknospen entstehen. Außerdem kann Ihr Baby in der 12. SSW das Mündchen öffnen, um Fruchtwasser zu trinken und zu gähnen. Auch von Schluckauf wird es nun manchmal gepiesackt. Beides sind wichtige Atemübungen.

Das Kleine wiegt jetzt bis zu 14 Gramm – ungefähr so viel, wie drei Stückchen Schokolade. Es wird nun vollständig über die Plazenta ernährt, der Dottersack hat in der 12. SSW ausgedient.

12. SSW Ultraschall: Das ist zu sehen

Das Ungeborene wird immer mehr auch sichtbar zum Baby: Die 12. SSW lässt die Augen weiter in die Mitte des Gesichts rücken, auch die Augenlider sind angelegt. Die kleine Stupsnase lässt sich im Profil gut erkennen, die Ohren sind weiter nach oben gewandert – ein richtiges kleines Menschlein eben.

Der Kopf ist allerdings noch immer riesig im Vergleich zum restlichen Körper, die Stirn hat in der 12. SSW einen Durchmesser von stolzen 20 Millimetern. Die Schilddrüse beginnt, eigenständig Hormone zu bilden.

Auch „am anderen Ende“ wächst etwas: die Genitalien werden sichtbar. Allerdings ähneln sich die Klitoris eines Mädchens und der männliche Penis jetzt noch sehr stark – was es wird, kann man deswegen noch nicht erkennen.

12. SSW: Das verändert sich bei Ihnen

Sie können aufatmen: Die sensible Phase, in der Ihr Kind sehr anfällig für äußere Einflüsse war, ist geschafft. Am Ende des dritten Monats reduziert sich das Risiko einer Fehlgeburt. Die 12. SSW ist deshalb auch der richtige Zeitpunkt, die gute Nachricht Freunden, Verwandten, ... einfach allen zu erzählen. Auch die Übelkeit sollte sich nun langsam verabschieden. Die Tage werden weniger anstrengend.

Ihre Gebärmutter ist in der 12. SSW ungefähr so groß wie die Faust eines Mannes. Wenn Sie sehr schlank sind, können Sie ihre harte Oberfläche über dem Schambein ertasten. Ist es bereits Ihr zweites Kind, wölbt sich in der 12. SSW der Bauch vielleicht schon etwas. Bei der ersten Schwangerschaft ist in der 12. SSW dagegen noch immer nicht viel zu sehen.

Auch Ihre Schilddrüse verändert sich in der 12. SSW: Größe und Produktion nehmen zu, da Ihr Kind von Ihrer Jodversorgung abhängig ist. Um den gesteigerten Bedarf zu decken, sollten Sie nun regelmäßig Seefisch (Makrele, Seelachs, Kabeljau etc.) auf Ihren Speiseplan setzen. Auch Algen sind gute Jodlieferanten – auf Sushi sollten Sie trotzdem verzichten. Roher Fisch ist während der Schwangerschaft nämlich keine gute Idee. Wenn Sie Ihren Jodbedarf (zusätzlich) über Nahrungsergänzungsmittel decken möchten, sollten Sie dies nur nach Absprache mit Ihrem Arzt tun.

12. SSW: Das ist jetzt wichtig

Drastisch reduziert ab der 12. SSW: das Fehlgeburtsrisiko. Jetzt ist auch der Zeitpunkt, in der Sie einige Untersuchungen machen lassen können, um zum Beispiel genetische Abweichungen bei Ihrem Kind (wie Trisomie 21) abklären zu lassen. Das können Sie machen, müssen aber nicht – das muss jedes Elternpaar für sich entscheiden.

In der Regel ist der erste Schritt die sogenannte Nackenfaltenmessung. Diese wird zwischen der 11. und 14. SSW durchgeführt und ist Teil des sogenannten Ersttrimesterscreenings. Hierbei wird aus verschiedenen Parametern (Dicke der kindlichen Nackenfalte, mütterliche Blutwerte etc.) eine Wahrscheinlichkeit errechnet, ob eine genetische Besonderheit beim Ungeborenen vorliegen könnte. Ist dieser errechnete Wert sehr hoch, besteht die Möglichkeit zu weiterführenden Untersuchung, etwa einer Chorionzottenbiopsie oder Fruchtwasseruntersuchung. Bei beiden wird aus Ihrem Körper kindliche DNA entnommen und auf Unregelmäßigkeiten untersucht.

Chorionzottenbiopsie, Nackenfaltenmessung und Fruchtwasseruntersuchung sind keine Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen, sondern sogenannte IGeL-Leistungen (Individuelle Gesundheitsleistungen). Die Kosten dafür müssen selbst getragen werden, solange der Gynäkologe keinen erhöhten oder unbedingten Bedarf dafür sieht.

Hebammen-Tipp

Ist Ihnen aufgefallen, dass Ihre Scheide mehr Ausfluss produziert? Manche Frauen erschrecken und denken dabei gleich an eine Scheideninfektion mit Pilzen oder Bakterien. Tatsächlich ist es aber so, dass dank der Hormone die Scheide stärker durchblutet ist und deswegen mehr Flüssigkeit absondert. Machen Sie sich über klaren bis weißlichen, geruchsneutralen Ausfluss keine Sorge. Anders sieht es aus, wenn die Farbe eher grünlich, braun oder sogar gelblich wirkt oder unangenehm riecht. Das kann Indiz für eine Infektion sein - natürlich nicht nur in der 12. SSW. Ist das der Fall, lassen Sie den Ausfluss am besten abklären.

Judith Hebamme
Judith Däumer, Hebamme
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