Schüßler-Salz Nr. 4: Kalium chloratum

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Dr. Daniela Oesterle

Dr. rer. nat. Daniela Oesterle ist Molekularbiologin, Humangenetikerin sowie ausgebildete Medizinredakteurin. Als freie Journalistin schreibt sie Texte zu Gesundheitsthemen für Experten und Laien und redigiert wissenschaftliche Fachbeiträge von Ärzten in deutscher und englischer Sprache. Für ein renommiertes Verlagshaus verantwortet sie die Publikation zertifizierter Fortbildungen für Mediziner.

Das Schüßler-Salz Nr. 4 Kalium chloratum(Kaliumchlorid) kommt zum Einsatz, wenn Husten, Schwellungen oder Hautprobleme wie Besenreiser vorliegen. Als Mittel für die Drüsen und Aufbaustoff von Fasern steht Kalium chloratum nach der Lehre von Dr. Schüßler für die Gesundheit der Drüsen, Bronchien, des Blutes sowie des Bindegewebes. Erfahren Sie mehr über den Mineralstoff und seine Anwendungsgebiete in der empfohlenen Potenzierung als Kalium chloratum D6.

Schüßler Salze 4

Was ist Schüßler-Salz Nr. 4: Kalium chloratum?

Das Schüßler-Salz Nr. 4, Kalium chloratum oder auch Kaliumchlorid genannt, soll nach der Lehre des Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler der Betriebsstoff der Drüsen sein, ein wichtiger Stoff zur Entgiftung und zudem am Aufbau von Faserstoffen beteiligt.

Das Schüßler-Salz Nr. 4 wird als das Mittel der Wahl im zweiten Krankheitsstadium empfohlen (im ersten wird Nr. 3 Ferrum phosphoricum gegeben). Durch die Einnahme des auf Kalium chloratum basierenden Salzes soll verhindert werden, dass sich die Krankheit im Körper festsetzt.

Kalium chloratum soll nach Vorstellung von Schüßler im Körper Faserstoffe binden, die ihr umliegendes Milieu verdicken. Drüsen, Schleimhäute und Blut sollen so funktionsfähig und gesund bleiben. Das Schüßler-salz Nr. 4 Kaliumchlorid damit Schleimbildung und dickflüssiges Blut entgegenwirken.

Zudem soll Kalium chloratum die Fähigkeit, chemische Gifte zu binden und damit entgiftend zu wirken.

Besondere Beanspruchungen der Drüsen (beispielsweise durch Alkohol, Milchprodukte oder Elektrosmog) sollen dem gesamten Körper viel Kalium chloratum entziehen. Dadurch sollen viele Faserstoffe als Abfall ausfallen (erkennbar etwa an schleimigem Husten).

Speicherorte für Kalium chloratum

Neigen sich die Mineralstoffe in den Körperteilen dem Ende zu, greift der Organismus auf die Langzeitspeicher für Kalium chloratum zurück. Dies sollen in erster Linie die Bronchien sein, gefolgt von den Schleimhäuten und Drüsen.

Symptome und Krankheiten bei Mangel an Kalium chloratum

Fehlt Kaliumchlorid, fallen nach Dr. Schüßler Faserstoffe in ihr umliegendes Milieu aus. Im Fall der Bronchien bedeutet dies Schleimbildung in der Lunge und somit schleimiger Husten. Innerhalb der Gewebe können bei einem Mangel an Kalium chloratum Schwellungen auftreten. Sind die Blutgefäße betroffen, soll sich das Blut verdicken und Besenreiser oder Hautrötungen die Folgen sein. Fehlt es beispielsweise Hautdrüsen an Kaliumchlorid, sollen Hautgrieß oder Pickel auftreten.

Insgesamt sollen unter anderem folgende Beschwerden bei einem Mangel an Kalium chloratum möglich sein:

  • schleimiger Husten, Bronchitis, dickflüssiger Speichel, weißer Zungenbelag
  • Entzündungen (etwa der Magen-Darm-Schleimhaut, Augenbindehaut, Schleimbeutel, Gelenke)
  • Besenreiser, Couperose, Hautgrieß
  • weiche Schwellungen, Probleme mit dem Bindegewebe
  • Drüsenschwellungen
  • Schwerhörigkeit
  • Neigung zu Übergewicht
  • Immunschwäche, Allergien

Anwendung von Kalium chloratum

Kalium chloratum wird je nach den Beschwerden in Form von Tabletten innerlich und/oder als Salbe äußerlich angewendet.

Innerliche Anwendung von Kalium chloratum

In der Regel wird Kalium chloratum D6 empfohlen. Die täglich einzunehmende Anzahl der Tabletten legt der Therapeut anhand der Diagnose des Gesichts fest. Erfolgt die Einnahme von Kalium cloratum D6 am Nachmittag, scheint nach der chinesischen Organuhr die beste Wirkung einzutreten.

Äußerliche Anwendung von Kalium chloratum

Dreimal täglich dünn aufgetragen unterstützt die Kalium chloratum-Salbe beispielsweise die Besserung von Entzündungen in den Gelenken. Auch bei unterschiedlichen Hautveränderungen soll eine Anwendung hilfreich sein. So scheinen diese Schüßler-Salbe gegen Warzen und Gesichtsrötungen helfen zu können. Umschläge, Wickel sowie Inhalationen sind weitere Anwendungsmöglichkeiten.

Kaliumchlorid ist zudem ein häufiger Bestandteil von Hustensalben zur unterstützenden Behandlung von Husten.

Charakterliche Ursachen für einen Mangel an Kalium chloratum

Unterschiedliche zwanghafte Strukturen sind nach Dr. Wilhelm Schüßler die Ursachen für Mineralstoffmängel. Bei einem zu geringen Gehalt an Kalium chloratum kann der Grund in zu intensiv empfundenen und gelebten Gefühlen liegen – eigenen Gefühlen oder denen von anderen. Wer zu sehr an solchen Gefühlen klebt und sich emotional schwer von der Situation eines anderen distanzieren kann, neigt zu einem überhöhten Kalium chloratum-Verbrauch. Das Gleiche gilt, wenn man etwa aufgrund von gesellschaftlichen oder moralischen Vorgaben Gefühle unterdrückt.

Um den Kaliumchlorid-Gehalt also auf einem normalen Level halten zu können, scheint es wichtig, die eigene Gefühlswelt zu entdecken, anzuerkennen und auszuleben. Zugleich gilt es, sich  von den Gefühlen und ungeschriebenen Erwartungen der anderen abzugrenzen. Das hilft, mit dem Vorrat an Kalium chloratum hauszuhalten.

Mangelanzeichen im Gesicht

Erfahrene Therapeuten erkennen bereits anhand bestimmter Anzeichen im Gesicht mögliche Mängel an Schüßler-Salz Nr. 4:

  • milchig-rötliches oder milchig-bläuliches Gesicht
  • milchige Verfärbung rund um die Augen
  • Hautgrieß
  • rot gefärbte Wangen (Couperose)

Weitere wichtige Informationen über Kalium chloratum

Kalium chloratum D6 hilft immer dann, wenn das Schüßler-Salz Nr. 3, Ferrum phosphoricum, nicht mehr ausreichend unterstützt (etwa bei Entzündungen der Gelenke oder Hautverbrennungen).

Weißliche Ablagerungen auf den Schleimhäuten, beispielsweise bei Infektionskrankheiten, lösen sich nach der Anwendung von Kalium chloratum.

Verstärken sich nach der Einnahme von Kalium chloratum die Symptome, lässt dies auf eine schnelle Reaktion des Mineralstoffes schließen.

Das Konzept der Schüßler-Salze und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.

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