Ein Mann beim Arztgespräch

Darmkrebs: Männer müssen früher vorsorgen

Lisa Vogel

Lisa Vogel studierte Ressortjournalismus mit dem Schwerpunkt Medizin und Biowissenschaften an der Hochschule Ansbach und vertiefte ihre journalistischen Kenntnisse im Masterstudiengang Multimediale Information und Kommunikation. Als freie Journalistin sammelte sie Erfahrungen im Lokaljournalismus und schrieb Beiträge für Gesundheitsplattformen. Seit September 2018 ist sie Volontärin in der e-happiness Redaktion.

Je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Doch die Deutschen sind noch immer Vorsorge-Muffel und meiden mehrheitlich die Früherkennungsuntersuchung. Mit zwei Neuerungen will der Gesetzgeber nun mehr Menschen zur Vorsorge bewegen.

Ab einem Alter von 50 Jahren steht jedem Versicherten eine jährliche kostenlose Untersuchung auf verstecktes Blut im Stuhl zu, ab 55 Jahren zudem alle zehn Jahre eine Darmspiegelung. So die Regelungen bisher. Doch bleiben die Angebote häufig ungenutzt: Nur etwa 20 bis 30 Prozent der Versicherten nutzten sie, schreibt der Deutsche Krebsinformationsdienst.

Männer sollen noch früher zu Vorsorge

Voraussichtlich im April 2019 wird das Alter für die erste Darmspiegelung bei Männern auf 50 Jahre heruntergesetzt – denn sie erkranken häufig schon vor dem 55. Lebensjahr. „Sicherlich lassen sich damit die Erkrankungszahlen weiter reduzieren – vorausgesetzt, die Männer nehmen das Angebot wahr“, sagt Professor Jürgen Riemann, Internist, Gastroenterologe und Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke.

Erinnerung per Post

Damit die Herren – und natürlich auch weiterhin alle Frauen ab 55 – die Früherkennungstermine wirklich nutzen, soll voraussichtlich ab Juli 2019 ein Brief ins Haus flattern und freundlich daran erinnern. Grundlage dafür ist das neue Krebsfrüherkennungsregistergesetz. „Damit gibt es erstmals auch in Deutschland ein persönliches Einladungsverfahren für die Untersuchungen”, so Riemann.

Fragen zur Vorsorge? Experten antworten am Telefon!

Doch warum sind die Deutschen überhaupt solche Vorsorge-Muffel? „Nach unseren Erfahrungen ist die Darmspiegelung immer noch mit Ängsten und Befürchtungen behaftet“, sagt Dr. Susanne Weg-Remers, Leiterin des Krebsinformationsdienstes und des Deutschen Krebsforschungszentrums. Sie will die Aufklärung verbessern.

Deshalb leisten Ärzte des Krebsinformationsdienstes und der Stiftung LebensBlicke am 7. und 8. März 2019 Beratungsarbeit am Telefon. Von 8 Uhr bis 20 Uhr beantworten die Experten unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 420 30 40 alle Fragen zum Thema Darmkrebs und den Möglichkeiten der Vorsorge. Damit wollen sie den Menschen Ängste nehmen und sie zur Vorsorge motivieren.

Vorsorge rettet Leben

Darmkrebs verläuft schleichend. Aus gutartigen Wucherungen der Darmschleimhaut kann nach und nach eine bösartige Geschwulstentstehen. Bei einer Darmspiegelung fallen diese sogenannten Adenome auf und können rechtzeitig entfernt werden. Seit der Einführung der gesetzlichen Darmkrebs-Früherkennung seien so bereits rund 180000 Krebserkrankungen verhindert worden, schätzt der Deutsche Krebsinformationsdienst.

Krebserkrankungen des Dickdarms, des Mastdarms und Afters werden unter dem Begriff Darmkrebs zusammengefasst. Jedes Jahr erkranken in Deutschland mehr als 60000 Menschen an einer dieser Krebsarten. Männer sind etwas häufiger betroffen als Frauen. Im Jahr 2014 starben mehr als 25500 Menschen in Deutschland an Darmkrebs.

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