Homöopathie bei Erkältung

Viele Menschen wenden homöopathische Globuli bei Erkältung an. Eine laufende oder verstopfte Nase und Niesen, aber auch Heiserkeit, Husten und Kopfschmerzen sind häufige Symptome. Homöopathie kann im Frühstadium der Erkrankung das Fortschreiten verhindern und bei einer fortgeschrittenen Erkältung die Heilung beschleunigen. Lesen Sie mehr über die Anwendung homöopathischer Globuli bei Erkältung!

Wann ist Homöopathie bei Erkältung geeignet?

Hinter dem umgangssprachlichen Begriff Erkältung versteckt sich eine akute Infektion der Nasenschleimhaut (akute Rhinitis). Auslöser sind Viren wie Rhino- oder Koronaviren. Erwachsene bekommen meist mehrmals jährlich eine Erkältung. Kinder schniefen sogar noch öfter, weil ihr Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist.

Typisches Erkältungssymptom ist anfangs eine laufende Nase mit wässrigem Sekret. Im weiteren Verlauf verstopft sie langsam, weil die Nasenschleimhaut anschwillt. Das Sekret wird zähflüssiger. Auch Husten und allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit und Kopfschmerzen treten oft auf.  

Eine einfache Erkältung heilt meist nach etwa einer Woche aus. Auf eine virusbedingte Erkältung kann sich aber zusätzlich eine bakterielle Infektion „draufsetzen“. Bei einer solchen bakteriellen Superinfektion können noch weitere Symptome (wie Fieber) und eventuell auch Komplikationen auftreten. Lesen Sie dazu auch den letzten Absatz („Homöopathie bei Erkältung: Wann zum Arzt?“).

Homöopathie bei Erkältung in jedem Stadium

In jedem Krankheitsstadium können Sie ein homöopathisches Mittel gegen Erkältung einnehmen:

Ein beeinträchtigtes Allgemeinbefinden, Abgeschlagenheit und ein wundes, brennendes Gefühl im Nasenrachenraum sind oft die Vorboten einer Erkältung. Globuli können dann eventuell verhindern, dass die Krankheit ausbricht. Aber auch dann, wenn die Krankheitssymptome voll ausgeprägt sind, kann die Homöopathie bei  Erkältung helfen: Sie kann die Beschwerden lindern und die Krankheitsdauer verkürzen. Auch Schwangere und alte Menschen können homöopathische Globuli bei Erkältung einnehmen, ohne Komplikationen befürchten zu müssen.

Globuli bei Erkältung: Baby & Kind

Als sanftes Mittel sind Globuli gegen Erkältung bei Kindern besonders geeignet. Auch Ihrem Baby können Sie ein passendes homöopathisches Mittel gegen Erkältung verabreichen.

Homöopathie bei Neigung zu Infektionen

Eine Besonderheit ist die Behandlung bei hoher Infektanfälligkeit. Wenn Ihr Kind oder Sie selbst auffällig oft eine Infektion haben, kann die Homöopathie helfen. In diesem Fall sollten Sie die homöopathische Behandlung aber von einem ausgebildeten Homöopathen durchführen lassen.

Wichtige Mittel im Überblick

Welche Globuli bei Erkältung am besten geeignet sind, hängt von den genauen Symptomen ab. In der folgenden Liste finden Sie die gängigsten Akutmittel bei Erkältung, beziehungsweise akuten Atemwegsinfektionen, und wann Sie diese anwenden können:

Aconitum

  • bei plötzlichem Einsetzen der Beschwerden nach Kälteeinwirkung

  • bei Beschwerden durch kalten, trockenen Wind

  • bei Schnupfen mit Kopfschmerzen

  • bei häufigem Niesen

  • bei morgens wässrigen Absonderungen aus der Nase

  • bei akuten Entzündungen des Rachens mit hohem Fieber

  • wenn die Beschwerden nachts schlimmer werden

  • bei Stichen beim Atmen

  • bei trockener, heißer Haut

  • bei einem roten Gesicht im Liegen, beim Aufrichten wird es blass

Setzen Sie Aconitum bei den ersten Erkältungssymptomen ein!
 

Allium cepa

  • bei häufigem Niesen

  • bei reichlichen, scharfen Absonderungen aus der Nase mit Wundgefühl der Nasenschleimhaut

  • bei vielen Tränen, die aber die Haut nicht wund machen

  • wenn die Beschwerden abends und in warmen Räumen schlimmer sind

  • wenn die Beschwerden an der frischen Luft besser werden

  • bei einem Kitzeln im Kehlkopf

  • bei einem Gefühl, als ob beim Husten der Kehlkopf zerspringt

  • bei Husten beim Einatmen kalter Luft

Arsenicum album

  • bei dünnen, wässrigen Absonderungen aus der Nase, welche die Haut wund machen. Dabei ist die Nase dauernd verstopft

  • bei heftigem Niesen, die Nase kitzelt aber trotzdem weiter

  • wennh die Erkältung in der Nase beginnt und sich dann auf die Brust legt

  • bei starkem Frieren

  • bei Schüttelfrost

Belladonna

  • bei plötzlichem Beginn der Beschwerden

  • wenn die Beschwerden häufig durch Unterkühlung nach Schwitzen oder Haare waschen einsetzen

  • bei starken Kopfschmerzen, weil der Schnupfen nicht fließt

  • bei einem roten und wunden Rachen

  • bei Heiserkeit mit schmerzhafter Trockenheit des Kehlkopfes

  • bei trockenem Husten

  • wenn sich die Beschwerden sich durch Licht, Sonne, Kälte, Zugluft und Erschütterung verschlimmern

  • bei Besserung der Beschweredn durch Wärme und Ruhe

  • bei einem Verlangen nach Limonade

Dulcamara

  • bei einer Erkältung durch kaltes, nasses Wetter und durch Schnee

  • bei einer Erkältung durch Verkühlung, nachdem man geschwitzt hat

  • bei einer Erkältung nach einem Wetterwechsel von heiß zu kalt

  • bei trockenem Schnupfen

  • bei einem wunden Rachen

  • bei einem steifen Hals

  • bei häufigem Niesen

  • bei roten, wunden Augen

  • bei Muskel- und Rückenschmerzen

Euphrasia

  • bei milden Absonderungen aus der Nase

  • wenn Tränen die Haut um die Augen und die Augenlider wund machen

  • bei heftigem Fließschnupfen

  • wenn die Reizung im Kehlkopf einen harten Husten hervorruft

  • wenn der Schnupfen im Liegen schlimmer, aber der Husten besser wird

Ferrum phosphoricum

  • bei hohem Fieber bei relativem Wohlbefinden

  • wenn Kinder trotz hohem Fieber wie üblich spielen

  • bei plötzlichem Fieber

  • bei trockener und heißer Haut

  • wenn das Gesicht abwechselnd blass und rot ist

  • wenn die Erkältungssymptome am Nachmittag und in der Nacht schlimmer sind

  • bei häufigem Nasenbluten

Gelsemium

  • bei einer Erkältung bei warmem, feuchtem, mildem Wetter

  • bei wunden Nasenlöchern durch wundmachende Nasenabsonderung

  • beim Gefühl, als ob heißes Wasser durch die Nase fließt

  • wenn sich die Erkältung erst Tage nach einem Aufenthalt in feuchten Wetter einstellt

  • bei quälendem, kitzelndem Husten

  • bei ausgeprägter Müdigkeit und Schweregefühl am ganzen Körper

  • bei Kälteschauern, die den Rücken rauf und runter laufen

  • bei Kopfschmerzen

Mercurius

  • wenn die Erkältung mit starkem Frösteln beginnt

  • bei häufigem Niesen

  • bei wundmachenden, wässrigen Nasenabsonderung

  • bei einer roten, geschwollenen und glänzenden Nase

  • wenn es zu einer Stirnhöhlenentzündung kommt

  • bei einer heiseren Stimme

  • bei trockenem, rauem Kitzelhusten

  • bei süßem, salzigem, metallischem oder eitrigem Geschmack im Mund

  • bei übelriechendem Atem und starkem Speichelfluss

Nux vomica

  • wenn die Erkältung durch trockenes, kaltes Wetter verursacht wird

  • wenn die Erkältung durch Übermüdung und Schlafmangel ausgelöst wird

  • wenn im Anfangsstadium die Nase verstopft und trocken ist

  • bei einem rauen und wunden Gefühl im Rachen

  • bei Niesen

  • wenn die Nase nachts und an frischer Luft verstopft ist

  • wenn tagsüber und in warmen Räumen die Nase läuft

  • bei starkem Frieren

  • bei Übellaunigkeit

Phosphorus

  • bei einer Erkältung ausgelöst durch Erschöpfung, Föhn, Sturm oder Gewitter

  • bei häufigem Wechsel zwischen Fließ- und Stockschnupfen

  • bei wundem Rachen

  • bei einem dumpfen Gefühl im Kopf

  • wenn Nasensekrete zu Krusten eintrocknen, die sich schwer ablösen

  • bei Absonderung aus einem Nasenloch, Verstopfung des anderen

  • bei Heiserkeit

  • bei Niesen verursacht Schmerzen im Rachen und im Kopf

  • wenn der Nasenschleim blutig ist

  • bei rot glänzender, schmerzhafter Nase

  • bei fest sitzendem, quälendem, trockenem Husten

  • wenn die Erkältung in der Brust oder im Kehlkopf beginnt

Pulsatilla

  • bei einer Erkältung durch nasse Haare oder nasse, kalte Füße

  • bei dicken, gelben, milden Absonderungen (Augen, Atemwege)

  • bei nächtlicher Verstopfung der Nase und morgens starken Absonderungen

  • bei Fließschnupfen an der frischen Luft, Stockschnupfen im Haus

  • wenn es an der frischen Luft besser geht, abends und in der Wärme alles schlimmer ist

  • wenn die Lippen rissig sind und sich schälen

  • bei Beimengung von Blut im Nasensekret

  • wenn kein Durst auftritt

Rhus toxicodendron

  • bei einer Erkältung durch nasskaltes Wetter, Schwitzen, Überanstrengung

  • bei heftigem Schnupfen

  • bei gerötetem und geschwollenem Rachen

  • bei einer verstopften Nase

  • wenn sich die Beschwerden durch Kälte, Ruhe und nachts verschlimmern

  • bei Verbesserung durch Wärme

  • bei dickem, gelbem, übelriechendem Schleim

  • wenn die Heiserkeit besser wird, wenn man länger redet

  • bei Schmerzen in den Knochen beim Husten und Niesen

  • bei einem Kitzeln hinter dem Brustbein

  • bei einem roten Dreieck am vorderen Teil der Zunge

  • bei starkem Durst und Verlangen nach kalter Milch

Homöopathie bei Erkältung: Dosierung

Wenn Sie eigenständig bei einer Erkältung Homöopathie anwenden möchten, benutzen Sie niedrige Potenzen wie D6. Sie können bei Bedarf stündlich jeweils drei Erkältungs-Globuli dieser Potenz einnehmen, aber maximal zehnmal am Tag. Lassen Sie die Globuli unter der Zunge zergehen. Sie können auch Erkältungs-Globuli in der Potenz D12 anwenden. Hiervon nehmen Sie fünf- bis sechsmal täglich drei Globuli ein. Setzen Sie die Selbstbehandlung mit den Globuli so lange fort, bis es Ihnen deutlich besser geht.

Höhere Potenzen wie C30, C200 oder C1000 werden bei einer sehr starken Erkältung sowie bei den manchmal schwerwiegenden Komplikationen einer ehemals einfachen Erkältung empfohlen. Homöopathie mit solchen Potenzen sollte aber nur durch ausgebildete Therapeuten verordnet werden. Der Therapeut muss den Verlauf der Behandlung engmaschig kontrollieren.

Homöopathie bei Erkältung: Wann zum Arzt?

Einfache Erkältungen müssen selten ärztlich behandelt werden. Es gibt allerdings einige schwerwiegende Komplikationen, die sich aus der Infektion der oberen Luftwege entwickeln können. Dazu zählen vor allem Mittelohr-, Nasennebenhöhlen- und Lungenentzündungen. Meist sind diese Entzündungen dann durch Bakterien ausgelöst, welche die Schleimhäute zusätzlich zur Virusinfektion  befallen (Superinfektion). Symptome, die auf eine solche Komplikation hindeuten, sind hohes Fieber, Ohrenschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen, starker Husten und Atemnot.

Außerdem sollten Sie einen Arzt aufsuchen, wenn die Erkältungssymptome länger als sieben Tage andauern, ohne dass eine Besserung erkennbar ist. Auch wenn Erkältungen in sehr kurzen Abständen immer wieder auftreten, sollten Sie sich untersuchen lassen. 

Bei Babys und Kleinkindern sollten Sie bei Erkältung lieber früher als zu spät den Kinderarzt aufsuchen. Am besten orientieren Sie sind dabei am Allgemeinzustand Ihres Kindes. Ob Erwachsene oder Kindern: Homöopathische Globuli bei Erkältung mit schwerem Verlauf oder Komplikationen sollten nur ergänzend zur schulmedizinische Behandlung eingesetzt werden.

Hinweis:
Das Konzept der Homöopathie und ihre spezifische Wirksamkeit sind in der Wissenschaft umstritten und durch Studien nicht eindeutig belegt.​

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