Vitamin E

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Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Der Begriff Vitamin E steht für eine Gruppe ähnlicher Verbindungen, die sogenannten Tocopherole. Sie besitzen antioxidative Wirkung, das heißt: Sie entschärfen aggressive Sauerstoffverbindungen (freie Radikale), bevor diese Zellschäden anrichten können. Erfahren Sie hier, wie viel Vitamin E Sie brauchen und in welchen Lebensmitteln es enthalten ist.

Vitamin E

Was ist Vitamin E?

Vitamin E zählt wie die Vitamine A, D und K zu den fettlöslichen Vitaminen. Diese können nur im Rahmen des Fettstoffwechsels verwertet werden, das heißt: Der Körper kann fettlösliche Vitamine aus der Nahrung nur zusammen mit etwas Fett aufnehmen.

Es gibt unterschiedliche Formen von Vitamin E, die von Experten unter dem Begriff Tocopherole zusammengefasst werden. Der bekannteste Vertreter von Vitamin E ist Alpha-Tocopherol.

Welche Aufgaben hat Vitamin E im Körper?

Vitamin E besitzt antioxidative Wirkung. Es entschärft "freie Radikale". Das sind aggressive Sauerstoffverbindungen, die im Zuge normaler Stoffwechselreaktionen im Körper, aber auch durch UV-Strahlung und Zigarettenrauch entstehen, und Zellen schädigen können. Damit ist Vitamin E ein wichtiges Zellschutzvitamin.

Daneben kann Vitamin E Entzündungsreaktionen abschwächen und einer Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose) vorbeugen.

Des Weiteren schützt Vitamin E das Gedächtnis und beeinflusst – in richtiger Kombination seiner Formen – das Erinnerungsvermögen. Ein Vitamin-E-Derivat soll zudem Krebszellen beseitigen können, ohne gesunde Zellen in Mitleidenschaft zu ziehen.

Doch der positive Effekt kann sich auch ins Gegenteil umkehren: Bei Probanden mit niedrigem Selen-Spiegel erhöhte die regelmäßige Einnahme von Vitamin-E-Pillen das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.

Vitamin E: Haut- und Lebensmittel-Schützer

Da Vitamin E fettlöslich ist, kann es gut in großen Mengen in die Hornhaut eindringen und dort gespeichert werden. Ein hoher Vitamin-E-Gehalt in der Haut hat viele Vorteile: Er glättet Fältchen, erhöht die Widerstandskraft der Haut, schützt vor UV-Strahlen, verbessert die Wundheilung und hemmt Entzündungen. Deshalb schwören viele Kosmetikhersteller bei der Produktion von Haut- und Sonnencremes auf den Zusatz von Tocopherolen (Vitamin E).

Wirkung zeigt das Vitamin aber nicht nur auf beziehungsweise in der Haut, sondern bereits in den Kosmetikprodukten selbst: Es schützt die Inhaltsstoffe vor Verderb durch den Kontakt mit Sauerstoff. Aus dem gleichen Grund wird Vitamin E auch Lebensmitteln zugesetzt, beispielsweise Speisefetten und -ölen, Backfetten und -ölen, Dressings, Desserts und Kaugummi. In der Zutatenliste wird es mit den E-Nummern E 306 bis 309 gekennzeichnet.

Was ist der Tagesbedarf an Vitamin E?

Wie viel Vitamin E jemand braucht, hängt von Alter und Geschlecht ab. Es gibt aber noch viele weitere Faktoren, die den Tagesbedarf an Vitamin E beeinflussen. Dazu zählen etwa Schwangerschaft, Stillzeit, umweltbedingte oder psychische Belastungen und Erkrankungen.

So viel Vitamin E sollte man laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) aufnehmen:

Alter

Tocopherol mg/Tag

männlich

weiblich

0 bis unter 4 Monate

3

3

4 bis unter 12 Monate

4

4

1 bis unter 4 Jahre

6

5

4 bis unter 7 Jahre

8

8

7 bis unter 10 Jahre

10

9

10 bis unter 13 Jahre

13

11

13 bis unter 15 Jahre

14

12

15 bis unter 19 Jahre

15

12

19 bis unter 25 Jahre

15

12

25 bis unter 51 Jahre

14

12

51 bis unter 65 Jahre

13

12

65 Jahre und älter

12

11

Schwangere

13

Stillende

17

Vitamin E - Lebensmittel mit hohem Gehalt

Lesen Sie mehr über Vitamin-E-reiche Lebensmittel im Beitrag Lebensmittel mit hohem Vitamin-E-Gehalt.

Wie äußert sich ein Vitamin E-Mangel?

Wie ein Mangel an Vitamin E entstehen kann und welche Folgen er hat, lesen Sie im Beitrag Vitamin E-Mangel

Wie äußert sich ein Vitamin E-Überschuss?

Über die Nahrung ist eine Überdosierung von Vitamin E praktisch unmöglich. Es können keine derart großen Mengen durch Lebensmittel aufgenommen werden.

Nimmt man aber über eine längere Zeit Vitamin-E-Präparate (z.B. Tabletten) ein, kann es zu Nebenwirkungen kommen wie etwa Magen-Darm-Problemen (Durchfall, Übelkeit). Zudem kann Vitamin E in Kombination mit gerinnungshemmenden Medikamenten oder bei starker Überdosierung das Blutungsrisiko erhöhen. Darüber hinaus deuten frühere Studien darauf hin, dass eine hohe Vitamin-E-Zufuhr die Lebenserwartung verringern könnte.

Über diesen Text

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Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Quellen

  • Ellsässer, S.: Körperpflegekunde und Kosmetik, Springer-Verlag, 2. Auflage, 2008
  • Mindell, E.: Die neue Vitamin-Bibel, Heyne Verlag, 1. Auflage, 2007
  • Kristal, A. R. et al.: Baseline Selenium Status and Effects of Selenium and Vitamin E Supplementation on Prostate Cancer Risk, Journal of the National Cancer Institute, 2014
  • Mangialasche, F.: Serum levels of vitamin E forms and risk of cognitive impairment in a Finnish cohort of older adults, Experimental Gerontology, Volume 48, Issue 12, December 2013, Pages 1428–1435
  • Miller, E.R.: Meta-Analysis: High-Dosage Vitamin E Supplementation May Increase All-Cause Mortality, Ann Intern Med. 2005;142(1):37-46.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): www.dge.de (Abruf: 22.09.2019)
  • Die Verbraucherinitiative e.V. (Bundesverband): www.zusatzstoffe-online.de (Abruf: 22.09.2019)
  • Vorlage:
    Friedrich Bohlmann
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