Vitamin B12

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Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Vitamin B12 (Cobalamin) ist das einzige wasserlösliche Vitamin, das der Körper über mehrere Jahre speichern kann. Das tut er vor allem in der Leber. Vitamin B12 ist unter anderem für die Bildung roter Blutkörperchen wichtig. Lesen Sie hier mehr zum Thema: Wofür ist Vitamin B12 gut? Wie viel Vitamin B12 braucht man?

Vitamin B12

Was ist Vitamin B12?

Vitamin B12 ist eines der B-Vitamine. Cobalamin, wie es auch genannt wird, muss aktiv durch die Schleimhautzellen im Darm ins Körperinnere geschleust werden. Für die Vitamin-B12-Aufnahme ist ein spezielles Eiweiß notwendig, der sogenannte Intrinsic-Faktor. Er wird von der Magenschleimhaut produziert und gelangt zusammen mit dem Nahrungsbrei in den Darm.

Der Körper kann Vitamin B12 über mehrere Jahre speichern, vor allem in der Leber.

Ein Name für mehrere Verbindungen

Der Begriff Vitamin B12 steht nicht für eine einzige chemische Substanz, sondern für mehrere Verbindungen mit der gleichen biologischen Wirkung. Diese Cobalamine werden ausschließlich von Bakterien (und Blaualgen) produziert. Sie reichern sich auf natürlichem Wege in tierischen Produkten (wie Leber, Fleisch, Eier, Milchprodukten) an. Außerdem findet sich Vitamin B12 in mikrobiell hergestellten Lebensmitteln wie Sauerkraut.

Welche Aufgaben hat Vitamin B12 im Körper?

Vitamin B12 beeinflusst eine ganze Menge wichtiger Prozesse im Körper. Besonders zu erwähnen ist die Vitamin B12-Wirkung für:

  • die Zellteilung und -differenzierung, zum Beispiel bei der Bildung und Reifung roter Blutkörperchen
  • den Aufbau der Nervenzellen im Rückenmark
  • viele Reaktionen im Eiweiß- und Nukleinsäurestoffwechsel

Manche Prominente schwören noch aus einem anderen Grund auf Vitamin 12 - abnehmen. Gespritzt in hoher Konzentration soll es den Stoffwechsel ankurbeln. Allerdings ist wissenschaftlich nicht belegt, dass dadurch tatsächlich die Pfunde purzeln.

Vitamin B12: Tagesbedarf

Wie viel Vitamin B12 man täglich benötigt, ist individuell verschieden. So hängt die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfohlene Tageszufuhr etwa vom Alter ab. Auch Schwangerschaft und Stillzeit beeinflussen den Vitamin-B12-Bedarf.

So viel Vitamin B12 sollte man laut DGE aufnehmen:

Alter

Vitamin B12

µg/Tag

Säuglinge

0 bis unter 4 Monate

0,5

4 bis unter 12 Monate

1,4

Kinder

1 bis unter 4 Jahre

1,5

4 bis unter 7 Jahre

2,0

7 bis unter 10 Jahre

2,5

10 bis unter 13 Jahre

3,5

13 bis unter 15 Jahre

4,0

Jugendliche und Erwachsene

15 bis unter 19 Jahre

4,0

19 bis unter 25 Jahre

4,0

25 bis unter 51 Jahre

4,0

51 bis unter 65 Jahre

4,0

65 Jahre und älter

4,0

Schwangere

4,5

Stillende

5,5

Vitamin B12: Lebensmittel mit hohem Gehalt

Mehr über Vitamin-B12-Werte in Fleisch, Fisch, Milchprodukten & Co. erfahren Sie im Beitrag Lebensmittel mit hohem Vitamin-B12-Gehalt

Wie äußert sich ein Vitamin B12-Mangel?

Wie ein Mangel an Vitamin B12 entsteht und welche Folgen er haben kann, lesen Sie im Beitrag Vitamin B12-Mangel

Wie äußert sich eine Vitamin B12-Überdosierung?

Zu viel Vitamin B12 kann man kaum aufnehmen, da der Körper nicht benötigte Mengen nicht über die Darmwand resorbiert. Außerdem kann er bei eine rzu hohen Vitamin-B12-Dosierung den Überschuss über die Nieren wieder ausscheiden.

Eine Überdosierung an Vitamin B12 ist aber möglich bei:

  • Lebermetastasen
  • akuter oder chronischer Leberentzündung (Hepatitis)
  • zu hoher Zufuhr von Vitamin B12 durch den Arzt (z.B. als Spritze)
  • Leukämie
  • Polyzythaemia vera (krankhafte Vermehrung vor allem der roten, aber auch der weißen Blutkörperchen)

Normalerweise hat Vitamin B12 aus Lebensmitteln keine Nebenwirkungen. Vitamin B12-Zufuhr in Form von Spritzen oder Infusionen aber kann in seltenen Fällen einen allergischen Schock auslösen. Bei Überempfindlichkeit treten sehr selten auch bei äußerlicher Anwendung Nebenwirkungen auf (z.B. Ekzeme oder Nesselsucht).

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