Vitamin-A-Mangel

Aktualisiert am
Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Ein Vitamin-A-Mangel kann entstehen, wenn dem Körper zu wenig Vitamin A zugeführt wird oder die Aufnahme des Vitamins im Darm gestört ist. Als Frühsymptom eines Vitamin-A-Mangels können sich sogenannte Bitot-Flecken ausbilden. Das sind weißliche, eingetrocknet erscheinende Flecken im Lidspaltenbereich der Bindehaut. Erfahren Sie hier mehr über die Auswirkungen einer Unterversorgung mit Vitamin A.

Vitamin a Mangel

Vitamin-A-Mangel: Wer ist gefährdet?

Vitamin-A-Mangel liegt laut Weltgesundheitsorganisation WHO vor, wenn der Gehalt des Vitamins im Blutplasma weniger als 10 Mikrogramm pro Deziliter (µg/dl) beträgt. Aber schon die Spanne vorher (zwischen 10 bis 20 µg/dl) wird als beginnender Mangel angesehen.

Vitamin-A-Mangel ist der weltweit häufigste Vitaminmangel. Er ist besonders in Entwicklungsländern verbreitet. In Deutschland und anderen Industrieländern ist die Vitamin-A-Versorgung generell gut. Risikogruppen für einen Vitamin-A-Mangel sind Frühgeborene, infektanfällige Kinder, Schwangere und Stillende, Menschen über 65 Jahren sowie Personen mit unzureichender, vorwiegend pflanzlicher Ernährungsweise. Denn das fettlösliche Vitamin A kommt bevorzugt in tierischen Lebensmitteln vor. In pflanzlicher Nahrung finden sich Vorstufen (Carotinoide), die im Körper dann in das aktive Vitamin A umgewandelt werden.

Vitamin-A-Mangel: Ursachen

Ein Mangel an Vitamin A kann verschiedene Ursachen haben:

  • zu geringe Zufuhr (z.B. unausgewogene Ernährung)
  • erschwerte Aufnahme (z.B. aufgrund von Magen-Darm-Erkrankungen)
  • schlechte Speicherfähigkeit (z.B. bei Alkoholmissbrauch)
  • erhöhter Bedarf, der nicht gedeckt wird (z.B. in der Schwangerschaft)

Zeitweise niedrige Vitamin A-Werte können auch bei manchen Infektionskrankheiten auftreten, etwa bei Masern.

Vitamin-A-Mangel: Symptome

Vitamin A spielt unter anderem eine große Rolle beim Sehvorgang. Es ist vor allem für das Dämmerungs- und Nachtsehen notwendig. Menschen mit einem Mangel bekommen deswegen oft als Erstes Probleme mit dem Sehen im Dämmerlicht (Nachtblindheit). Im Extremfall kann der Vitamin-A-Mangel bis zur Blindheit führen.

Als Frühsymptom können auch sogenannte Bitot-Flecken auftreten (weißliche Flecken im Lidspaltenbereich der Bindehaut).

Weitere mögliche Symptome eines Vitamin-A-Mangels:

  • verdickte, trockene Bindehaut
  • Hornhautgeschwüre, unter Umständen mit Einschmelzung der Hornhaut bei fast reaktionslosem Auge (Keratomalazie)
  • Verhornung der Haut und Schleimhäute im Bereich der Atemwege, des Verdauungs- und Harntraktes
  • geschwächtes Immunsystem
  • bei Kindern Wachstumsstörungen
  • Störung der Spermazellenproduktion

Vitamin-A-Mangel: Auswirkungen in der Schwangerschaft

Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung sollten Schwangere ab dem 4. Monat pro Tag 1,1 Milligramm Vitamin A aufnehmen. Das ist mehr als der empfohlene Tagesbedarf für gebärfähige Frauen außerhalb der Schwangerschaft (je nach Alter zwischen 0,8 und 1,0 Milligramm).

Entwickeln werdende Mütter einen Vitamin-A-Mangel, kann dies nicht nur deren eigene Gesundheit, sondern auch die des Ungeborenen beeinträchtigen: Studien zufolge kann die kindliche Entwicklung gestört werden, wenn zu wenig Vitamin A zur Verfügung steht.

Überdosieren sollten werdende Mütter Vitamin A allerdings auch nicht, da es sonst zu Fehlbildungen des Kindes kommen kann (z.B. Gaumenspalte, Wachstums-, Leber- und Augenschäden).

4,5 / 5 63 Bewertungen – Ihre Bewertung
https://steroid-pharm.com

www.steroid-pharm.com

www.farm-pump-ua.com/metan.html