Logi-Methode

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Carola Felchner

Carola Felchner ist freie Autorin in der e-happiness-Medizinredaktion und geprüfte Trainings- und Ernährungsberaterin. Sie arbeitete bei verschiedenen Fachmagazinen und Online-Portalen, bevor sie sich 2015 als Journalistin selbstständig machte. Vor ihrem Volontariat studierte sie in Kempten und München Übersetzen und Dolmetschen.

Die Logi-Methode versteht sich nicht als kurzfristige Diät, sondern als lebenslange Ernährungsform. Die Umstellung auf zucker- und stärkereduzierte Kost in Anlehnung an die „Steinzeit-Ernährung” soll Übergewicht und Typ-2-Diabetes vorbeugen und therapieren. Die Logi-Diät stellt aber auch eine ideale Basis für Normalgewichtige dar, die dauerhaft gesund und schlank bleiben wollen – glauben ihre Anhänger. Erfahren Sie hier mehr über Vor- und Nachteile dieser Kostform.

Logi Methode

Was ist die Logi-Methode?

Logi steht für „Low Glycemic and Insulinemic Diet”, also eine Ernährungsform, die Blutzucker und Insulinspiegel niedrig halten soll, indem die Kohlenhydratmenge reduziert wird. Das verbessere die Blutwerte und mache so das Abnehmen leicht(er), so die Anhänger der Logi-Methode.

Der Ökotrophologe Nicolai Worm hat die Logi-Ernährung in erster Linie für Menschen mit Insulinresistenz entwickelt. Bei dieser Stoffwechselstörung schüttet die Bauchspeicheldrüse immer mehr Insulin aus - als Reaktion darauf, dass die Körperzellen nicht mehr so gut auf das blutzuckersenkende Hormon reagieren. Das bringt nicht nur den Zuckerhaushalt durcheinander, sondern begünstigt auch die Entstehung von erhöhten Blutdruck- und Blutfettwerten und so schlussendlich von Diabetes Typ 2.

Worm geht davon aus, dass diese Störungen Folge eines falschen Lebensstils sind. Die bei der Logi-Diät empfohlene Nahrungszusammenstellung sei „artgerecht”, denn sie entspreche der Ernährung der Jäger und Sammler aus der Frühsteinzeit, an die der Mensch optimal angepasst sei.

Typisch für die Logi-Methode ist die reduzierte Kohlenhydratzufuhr sowie die Konzentration auf Nahrungsmittel mit niedrigem Glykämischen Index (Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel), um die Insulinausschüttung zu reduzieren.

So funktioniert die Logi-Methode

Bei der Logi-Methode gibt es keinen strikten Ernährungsplan, aber die sogenannte Logi-Pyramide: Sie zeigt auf, welche Lebensmittel in welchem Mengenverhältnis erlaubt sind. Die Vorlage, die Worm für die Logi-Diät modifizierte, stammt von dem amerikanischen Professor David Ludwig von der Harvard Universitätsklinik in Boston.

Die Basis der Pyramide bilden Gemüse, Salate, Pilze und (zuckerarmes) Obst. Sie beeinflussen den Blutzuckerspiegel nur wenig, sättigen lange und versorgen den Körper mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Von diesen Nahrungsmitteln darf deshalb täglich nach Belieben gegessen werden. Empfohlen werden mindestens drei Portionen Gemüse und Salat pro Tag sowie zwei Portionen Obst - am besten zuckerarme Sorten wie Äpfel, Beeren, Birnen oder Kiwis. Vorsicht geboten ist bei Obstsorten mit viel Fruchtzucker wie Bananen, Weintrauben, Feigen und Ananas.

Ebenfalls zur Basis der Logi-Pyramide zählen hochwertige Fette wie Oliven-, Raps-, Walnuss- und Leinöl sowie Butter.

Auf der zweiten Stufe der Pyramide finden sich eiweißhaltige Nahrungsmittel wie mageres Fleisch, Geflügel und Fisch, Milchprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte. Sie haben ebenfalls nur eine geringe Wirkung auf den Blutzuckerspiegel und können Teil jeder Mahlzeit sein 89 einem Drittel - die restlichen zwei Drittel sollten aus Basislebensmitteln wie Gemüse bestehen).

Die dritte Stufe der Logi-Pyramide umfasst Lebensmittel mit starker Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Hier sollte man deshalb nur in Maßen zugreifen, empfehlen die Ernährungsrichtlinien nach Logi: Brot und Brötchen in der Vollkornvariante, Grau- und Mischbrote, Vollkorn- und Hartweizennudeln, Kartoffeln, Reis und stärkereiches Gemüse wie Mais.

Auf der vierten und letzten Stufe der Logi-Pyramide stehen Lebensmittel, die so selten wie möglich und auch dann nur in kleinen Mengen verzehrt werden sollten, weil sie den Blutzuckerspiegel sehr stark beeinflussen. Es zählen dazu beispielsweise Weißmehlprodukte (Brötchen, Kuchen etc.), Süßigkeiten. Knabbereien und gesüßte Getränke.

Bei der Logi-Methode verzehrt man drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten. Wenn, dann ist laut Logi-Ernährung morgens der beste Zeitpunkt für Müsli oder Brot, da die Insulinsensitivität dann am höchsten, die Blutzucker- und Insulinreaktion entsprechend moderater ist. Als Snack gibt es ein hart gekochtes Ei oder Rohkost mit Dip. Mittags Fleisch oder Fisch mit Gemüse, abends Käse, Fleisch oder Fisch.

Das bringt die Logi-Methode

Blutfettwerte, Blutzuckerspiegel und Glukosetoleranz verbessern sich bei der auf der Steinzeit-Ernährung basierenden Logi-Methode tatsächlich. Lebensmittel mit großem Volumen, aber wenig Kalorien wie Obst und Gemüse sowie Eiweiß halten länger satt. So fällt es leichter, die Logi-Diät durchzuhalten und nicht ständig ans Essen zu denken.

Positiv sind der hohe Obst- und Gemüseanteil sowie die Bevorzugung von Vollkornprodukten. Eine ausreichende Versorgung mit Mineralien und Vitaminen ist damit gewährleistet. Durch die Eiweißbetonung baut der Körper weniger Muskulatur ab als bei proteinarmer Kost. Dass man ein wenig abnimmt, ist durch die reduzierte Kalorienmenge (Obst, Gemüse und Fettarmes statt Zucker und Frittiertes) wahrscheinlich.

Risiken der Logi-Methode

Es fällt sicherlich schwer, den Verzehr klassischer Beilagen wie Nudeln oder Kartoffeln dauerhaft stark einzuschränken. Außerdem ist es fraglich, ob die sogenannte Steinzeit-Ernährung für die heutige Zeit tatsächlich optimal ist. Besonders für Menschen mit Gicht oder Nierenerkrankungen ist die Logi-Methode aufgrund des hohen Anteils an harnsäurereichen Lebensmitteln (Fleisch, Hülsenfrüchte) und des insgesamt sehr hohen Eiweißanteils (ca. 30 Prozent) nicht geeignet. Für Vegetarier kann die Logi-Methode etwas eintönig werden.

Logi-Methode: Fazit

Egal, ob viel oder wenig Kohlenhydrate: Wer abnehmen will, muss mehr Kalorien verbrauchen, als er isst. Da voluminöse und proteinreiche Lebensmittel länger satt machen und man weniger Hungergefühl verspürt, sind eiweißlastige Diäten wie die Logi-Methode aber leichter durchzuhalten.

Die Logi-Pyramide lässt viel persönlichen Gestaltungsspielraum bei der Speisenzusammenstellung. Die Kost ist abwechslungsreich, alltagstauglich und liefert genügend Nährstoffe.

Wer die Logi-Methode durchhält, kann durchaus damit abnehmen. Seinen Stoffwechsel kann man damit auch ohne Gewichtsverlust verbessern.

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